Lasioglossum sexnotatum

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Lasioglossum sexnotatum

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Überfamilie: Bienen und Grabwespen (Apoidea)
Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)
Unterfamilie: Halictinae
Tribus: Halictini
Gattung: Lasioglossum
Art: Lasioglossum sexnotatum
Wissenschaftlicher Name
Lasioglossum sexnotatum
(Kirby, 1802)

Lasioglossum sexnotatum, auch unter dem Synonym Halictus nitidus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Schmal- und Furchenbienen (Halictidae) zur Gattung Lasioglossum. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Lasioglossum sexnotatum erreicht eine Körperlänge von etwa 10,0 bis 12,0 Millimeter. Ihr schlanker Körper weist eine bräunliche bis schwärzliche Färbung auf. Markant sind bei dieser Art die Längsfurchen in der grau-schwarzen Behaarung am hinteren Abdomensegment. Ihre Behaarung ist relativ deutlich zu erkennen. Die transparenten Flügel liegen im Ruhezustand auf dem Abdomen überkreuzt. Die Fühler sind recht kurz und bestehen aus zwei Elementen. Die Extremitäten sind arttypisch am Thorax angebracht.

Lebensweise

Diese Bienenart lebt als Solitärbiene einzelgängerisch. Allerdings nisten oftmals viele dieser Bienen auf engstem Raum. Die Flugzeit gestaltet sich in zwei Generationen meist von Mai bis September. Männchen erscheinen dabei meist einige Wochen früher. Ihr einziger Zweck ist die Fortpflanzung. Danach sterben sie. Weibchen leben deutlich länger und überwintern auch.

Verbreitung

Lasioglossum sexnotatum ist in Mitteleuropa, insbesondere auch in Deutschland weit verbreitet, jedoch ist Lasioglossum sexnotatum in Baden-Württemberg stark gefährdet und wird in der Roten Liste geführt. Sie ist wärmeliebend und hält sich meist im offenen Land auf. Dazu gehören insbesondere Gras- und Heidelandfschaften sowie Parks und Gärten in Siedlungsräumen.

Ernährung

Lasioglossum sexnotatum
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Lasioglossum sexnotatum

Lasioglossum sexnotatum ernährt sich rein vegetarisch von Pollen und Nektar. Über die Aufnahme von Pollen decken sie ihren Eiweißbedarf. Sie weisen dabei ein polylektisches (unspezialisiertes) Pollensammelverhalten auf. Meist suchen sie ihre Nahrung auf den Blüten von Doldengewächsen, Korbblütlern, Kreuzblütlern, Lippenblütlern und ähnlichen Gewächsen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit von Lasioglossum sexnotatum erstreckt sich für gewöhnlich über den frühen Sommer, meist über den Juli. Die eigentliche Paarung erfolgt außerhalb des Geburtsnestes der Weibchen. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in kleine Zellen innerhalb ihres Tunnelsystemes unter der Erde. Der Bau verfügt über einen Haupteingang, der meist senkrecht in den Boden ragt und eine Tiefe von 10 bis 20 Zentimeter haben kann. An den davon abzweigenden Quergängen liegen die einzelnen Brutzellen. Die geschlüpften Larven spinnen sich gegen Ende ihrer Entwicklung in einen Kokon ein, aus dem dann die fertige Biene schlüpft. Die Weibchen überwintern in ihren Geburtsnestern, bevor sie sich fortpflanzen. Von daher können sie ein Alter von rund einem Jahr erreichen. Männchen sterben noch im Jahr ihres Schlupfes nach einer Paarung.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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