Mähnenrobbe

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Mähnenrobbe

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Cynoidea)
Familie: Ohrenrobben (Otariidae)
Gattung: Otaria
Art: Mähnenrobbe
Wissenschaftlicher Name
Otaria flavescens
Shaw, 1800

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Mähnenrobbe (Otaria flavescens), die auch Südamerikanischer Seelöwe genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Ohrenrobben (Otariidae) zur Gattung Otaria. IM Englischen wird die Art South American Sea Lion oder Southern Sea Lion genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Männchen einer Mähnenrobbe erreicht eine Länge von gut 250 cm sowie ein Gewicht von bis zu 300 Kg. Weibchen bleiben mit einer Länge von 200 cm sowie einem Gewicht
Mähnenrobbe
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Mähnenrobbe
von 140 bis 160 Kg deutlich kleiner und leichter als Männchen. Das Fell ist bräunlich gefärbt, an der Bauchseite geht es mehr ins gelbliche über. Die Mähne an Hals und Vorderrücken ist hellbraun gefärbt. Die Flossen sind im Gegensatz zu den Hundsrobben deutlich besser für einen Landgang geeignet. Die Vorderflossen sind kräftig gebaut und mit krallenartigen Nägeln versehen. Die Hinterflossen sind deutlich kleiner. Die Flossen dienen im Wasser der kraftvollen Fortbewegung; sie können ohne weiteres Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreichen. Bei ihren Tauchgängen sind Ohren- und Nasenöffnungen verschlossen, so daß kein Wasser eindringen kann. Auch wenn die Mähnenrobbe hauptsächlich im Flachwasser auf die Jagd geht, so kann sie bei ihren Tauchgängen leicht Tiefen von 70 oder 80 Meter erreichen. Sie können dabei bis zu 15 Minuten unter Wasser verweilen. Neben dem Menschen gelten Orcas und Haie als ihre Hauptfeinde.

Verbreitung

Die Mähnenrobbe lebt entlang der pazifischen Küste in Südamerika und an der südamerikanmischen Atlantikküste bis in den Süden Brasiliens. Auch auf den Falkland-Inseln sowie der umliegenden Inselwelt gibt es größere Populationen.

Nahrung

In der Regel tauchen sie nur in Flachwasser vor der Küste nach Nahrung. Neben Fischen fressen sie auch Krebstiere und Tintenfische. Hier und da wird der Speiseplan auch mit Pinguinen aufgebessert. Eine erwachsene Robbe hat einen Nahrungsbedarf von rund fünf bis acht Kg am Tag.

Fortpflanzung

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Die Geschlechtsreife wird mit etwa 3 Jahren erreicht. Während der Paarungszeit kommt es unter den Bullen zu erbitterten Kämpfen, die oft blutig (Bisse), aber selten tödlich enden. Ein Bulle beansprucht ein Harem von bis zu fünf Weibchen (Kühe). In Ausnahmefällen kann ein Harem auch über zehn Kühe enthalten. Nach einer Tragezeit von etwa 330 bis 350 Tagen bringt das Weibchen ein, ganz selten zwei Jungtiere zur Welt. Jungtiere haben ein Geburtsgewicht von ca. 4 - 7 kg und weisen eine Länge von 70 bis 80 cm auf. Ein dichtes Fell schützt die Jungtiere vor Kälte. Sie begeben sich erst nach dem ersten Fellwechsel ins Wasser, da das Geburtsfell nicht wasserdicht ist. Die Tiere können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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