Maikong

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Maikong

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Hunde (Canini)
Gattung: Cerdocyon
Art: Maikong
Wissenschaftlicher Name
Cerdocyon thous
Linnaeus, 1766

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Maikong (Cerdocyon thous) zählt innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) zur Gattung Cerdocyon. Innerhalb der Gattung Cerdocyon ist der Maikong die einzige Art.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Maikong erreicht eine Körperlänge von 64 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 28,5 Zentimeter, eine Ohrlänge von 6,7 Zentimeter, eine Hinterfußlänge von 13,2 Zentimeter sowie ein Gewicht von 6 bis 8 Kilogramm. In Form und Statur ähnelt der Maikong einem Graufuchs (Urocyon cinereoargenteus) oder einem Rotfuchs (Vulpes vulpes), jedoch fällt der Schwanz weniger buschig aus. Das relativ kurze aber dichte Fell ist überwiegend graubraun gefärbt. Im Bereich der Extremitäten kann sich eine leicht rotbraune Färbung zeigen. Ventral ist das Fell cremefarben bis fast weißlich. Eine ähnliche Färbung zeigt sich auch im Bereich der Kehle sowie an den Innenseiten der Extremitäten. Die Spitzen der Ohren, die Spitze des Schwanzes sowie die unteren Teile der Extremitäten sind gewöhnlich schwarzbraun bis schwarz gefärbt. Das Gebiss besteht aus 44 Zähnen. Die zahnmedizinische Formel lautet 3/3, 1/1, 4/4, 3/3.

Lebensweise

Maikongs sind nachtaktive Räuber. Sie leben einzelgängerisch, paarweise oder in kleinen Familiengruppen, die aus einem Pärchen und deren Nachwuchs bestehen. Auf Nahrungssuche gehen Maikongs jedoch grundsätzlich einzelgängerisch. Die Jagd beginnt in den frühen Abendstunden und endet für gewöhnlich kurz nach Mitternacht. Am Tage ruhen Maikongs an geschützter Stelle. Der Maikong ist ein durchaus territorialer Fuchs. Sein Revier umfasst meist eine Größe von rund einem Quadratkilometer.

Unterarten

Es sind fünf Unterarten des Maikong bekannt. <1>

Wissenschaftlicher Name Erstbeschreiber IUCN-Status Vorkommen
Cerdocyon thous aquilus Bangs, 1898 LC Kolumbien, Venezuela und nördliche Guyana
Cerdocyon thous azarae Wied, 1824 LC westliches und südwestlicheas Brasilien
Cerdocyon thous entrerianus Burmeister, 1861 LC Bolivien, Paraguay, südlichen Brasilien, nördliches Argentinien
Cerdocyon thous germanus Allen, 1923 LC Kolumbien
Cerdocyon thous thous Linnaeus, 1766 LC Guyana, Surinam, Französisch Guyana, nordwestliches Brasilien

Verbreitung

Der Maikong kommt mit seinen fünf Unterarten in Südamerika vor. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei über Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch Guyana, Brasilien, Bolivien, Paraguay und dem nördlichen Argentinien. Als Lebensraum bevorzugt der Maikong Savannen und Grasland in der trockene Ebene oder lichte Wälder und deren Ränder.

Ernährung

Maikong
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Maikong

Die Nahrung kann sich saisonal sehr unterschiedlich zusammensetzen. So stehen während der Regenzeit durchaus reichlich Insekten auf dem Speiseplan.

Fortpflanzung

Maikongs erreichen die Geschlechtsreife gegen Ende des ersten Lebensjahres, spätestens jedoch im Alter von 12 Monaten. Die Paarungszeit erstreckt sich zumeist über das Frühjahr. Dies entspricht in Südamerika den Zeitraum über die Monate November und Dezember. Maikongs leben in einer monogamen Beziehung. Die Ehe hält nicht selten ein Leben lang. Während der Paarungszeit sind vor allem die Männchen sehr territorial und verteidigen ihr Revier vehement. Das Weibchen bringt nach einer Tragezeit von 55 bis 58 Tagen an geschützter Stelle zwischen vier und fünf, selten auch bis sechs Jungtiere zur Welt. Der Nachwuchs ist nur wenig entwickelt, er ist sowohl nackt, als auch blind und taub. Das Geburtsgewicht eines Welpen liegt bei 120 bis 150 Gramm, bei kleineren Würfen auch bis 160 Gramm. Die Augen öffnen sich im Alter von gut zwei Wochen, kurze Zeit später auch die Ohren. Das erste Fell weist eine gelblichbraune Färbung auf, es ist den Welpen Ende der dritten Woche gewachsen. Gesäugt wird der Nachwuchs über einen Zeitraum von gut drei Monaten ehe er von der Muttermilch abgesetzt wird, jedoch nehmen die Welpen ab dem zweiten Lebensmonat auch feste Nahrung zu sich. Dabei handelt es sich zumeist um von den Eltern hochgewürgte Nahrung. Um die Versorgung des Nachwuchses kümmern sich beide Elternteile. Während einer Saison bringt das Weibchen nicht selten auch zwei Würfe zu Welt, dies ist jedoch nicht die Regel. Die Lebenswartung liegt bei sechs bis acht Jahren, in Gefangenschaft auch bis zu elf Jahren.

Gefährdung und Schutz

Trotz der intensiven Bejagung durch den Menschen gilt der Maikong noch nicht als gefährdet. Demnach wird die Art in der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet geführt. Das Washingtoner Artenschutzabkommen stellt die Tiere in Anhang II unter Schutz. Am stärksten bejagt wird der Maikong in Argentinien. Hier gelten die Bestände auch als gefährdet. Bei den Wilderern ist vor allem das Fell begehrt. In der Nähe des Menschen ist der Maikong kein gern gesehener Gast, da er sich auch über das Geflügel der Menschen hermacht. Die Antwort des Menschen ist der gnadenlose Abschuss.

Anhang

Siehe auch

  • Die Familie der Hunde (Canidae)
  • Die Ordnung der Raubtiere (Carnivora)

Literatur und Quellen

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