Mandarinfisch

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Mandarinfisch
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Systematik
Reihe: Fische (Pisces)
Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Unterklasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Leierfischartige (Callionymoidei)
Familie: Leierfische (Callionymidae)
Gattung: Synchiropus
Art: Mandarinfisch
Wissenschaftlicher Name
Synchiropus splendidus
Herre, 1927

Der Mandarinfisch (Synchiropus splendidus) zählt innerhalb der Familie der Leierfische (Callionymidae) zur Gattung Synchiropus. Oft wird er auch unter dem wissenschaftlichen Namen Pterosynchiropus splendidus geführt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Mandarinfisch erreicht eine Körperlänge von sieben bis zehn Zentimeter. Die Männchen sind etwas größer und massiger als die Weibchen. Die Haut ist schuppenlos, sie ist statt dessen mit einer feinen Schleimschicht überzogen, die die Fische vor Parasiten und Krankheiten schützt. Die Grundfärbung der Haut variiert von rotbraun bis rostbraun. Unregelmäßige blaue bis türkisblaue Streifen überziehen die gesamte Körperoberfläche. Diese Streifen sind dunkel eingefasst. Der Kopfbereich weist eine olivgrüne bis gelblichgrüne, beim Männchen eine überwiegend orangene Färbung auf und ist ebenfalls mit blauen Querstreifen bedeckt. An den Kopfseiten gehen die Streifen in gelbliche Punkte über. Die großen Bauchflossen stehen weit auseinander und dienen dem Fisch zur Fortbewegung auf dem Meeresboden. Männchen sind leicht an der deutlich längeren Rückenflosse zu erkennen. Die Augen sind sehr groß und stehen weit aus dem Kopf heraus. Das Maul ist klein und zugespitzt. Mandarinfische sind bodenbewohnende Fische, die meist paarweise oder einzelgängerisch leben. Männchen verhalten sich äußerst territorial und dulden in ihrer Nähe kein anderes Männchen.

Verbreitung

Der Mandarinfisch ist im westlichen Indopazifik weit verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Indonesien, den Philippinen und Neukaledonien. In Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Süden Japans, im Süden bis nach Australien. Sie leben in geschützten Lagunen und ruhigen Küstenriffen in Tiefen von bis zu 18 Meter. Sie leben in Bodennähe meist auf sandigen oder schlammigen Untergrund.

Nahrung

Mandarinfische ernähren sich räuberisch von Kleinstlebewesen wie Krebstierchen, Würmern und anderen kleinen wirbellosen Tieren. Ihre Nahrung suchen sie im schlammigen oder sandigen Boden, seltener auch auf oder zwischen Steinen. Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.

Fortpflanzung

Der Mandarinfisch gehört zu den Freilaichern. Während der Paarungszeit steigen die Mandarinfische paarweise an die Wasseroberfläche wo sie grazile Laichtänze vollführen. Dabei versucht das Männchen, das sich in Bauch-zu-Bauch-Lage zum Weibchen befindet mit seinen Brustflossen zu imponieren. Dann geben Weibchen und Männchen gleichzeitig Eier und Sperma ab. Die etwa 100 bis 150 Eier werden der Strömung überlassen. Nach etwa 18 bis 24 Stunden schlüpfen die Larven, die eine Länge von etwa einem Millimeter aufweisen. Sie leben die ersten Tage an der Oberfläche im Plankton bevor sie später auf den Boden sinken. Sie ernähren sich von Kleinstlebewesen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
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