Mausspottdrossel

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Mausspottdrossel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Spottdrosseln (Mimidae)
Gattung: Sichelspötter (Toxostoma)
Art: Mausspottdrossel
Wissenschaftlicher Name
Toxostoma cinereum
(de Vesey, 1860)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Mausspottdrossel (Toxostoma cinereum), auch unter der Bezeichnung Grauspottdrossel sowie unter dem Synonym Harporhynchus cinereus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Spottdrosseln (Mimidae) zur Gattung der Sichelspötter (Toxostoma). Im Englischen wird die Mausspottdrossel gray trasher oder grey thrasher genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Mausspottdrossel erreicht eine Körperlänge von etwa 24,0 bis 26,5 Zentimeter auf. Beide Geschlechter unterscheiden sich nur geringfügig. Der Schnabel weist eine mittlere Länge auf und ist leicht gebogen. Die adulten Vögel haben goldgelbe Augen. Der Schnabel und die Beine sind gräulich gefärbt. Der Kopf und das Obergefieder sind bräunlich grau bis bräunlich gefärbt, Des Weiteren zeigt sich ein helles Zimtbraun auf Rumpf und Oberschwanzdecken. Zwei weißliche bis blass-gelbbraune Flügelbinden sind zu erkennen, Die Handschwingen sowie die äußeren Steuerfedern weisen eine weißliche Färbung auf. Der Hals und das Untergefieder sind ebenfalls weißlich gefärbt. Die Flanken zeigen ein verwaschenes Gelbbraun bisweilen sind sie auch zimtfarben. Die unteren Partien sind mit länglichen schwarzen Flecken markiert, jedoch haben die Unterschwanzdecken keine Markierungen. Bei den Jugendlichen sind die Augen etwas dunkler gefärbt, jedoch finden sich an den unteren Partien deutliche Markierungen. Die Flügeldecken sowie die Handschwingen sind leicht zimtfarben.

Lebensweise

Die tagaktiven Mausspottdrosseln leben außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch oder paarweise und sind ausgesprochen territorial. Die Reviere werden sowohl gegenüber Artgenossen als auch natürlichen Feinden vehement verteidigt. Dies gilt vor allem für die Paarungszeit. Mausspottdrosseln gehören zu den Singvögeln. Die Stimme ist ein gerolltes, plätscherndes bis raues "Whirr-rr-rr" oder "Chirr-rri-rrit" und einem schroffen "Chrek". Der Gesang ist ein lautes, ziemlich kratziges Trillern mit häufig zwei bis drei wiederholenden Phrasen und gelegentlich eingebundenen Noten.

Unterarten

  • Toxostoma cinereum cinereum - (John Xantus de Vesey, 1860)
  • Toxostoma cinereum mearnsi - (Anthony, 1895)

Verbreitung

Mausspottdrossel
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Mausspottdrossel

Die Mausspottdrossel ist auf der Halbinsel Baja California in Mexiko endemisch, wo sie sich auf der Halbinsel nördlich bis 31 ° N sowie an der West- und Ostküste bis 29 ° N aufhält. Sie lebt in trockenen bis halbtrockenen, offenen und halboffenen Bereichen, die mit Kakteen, Büschen, Gestrüpp, Bäumen sowie mit Grasflächen bewachsen sind. In der Regel führt die Mausspottdrossel eine versteckte Lebensweise, aber oft singt sie von einer hohen Ansitzwarte aus.

Ernährung

Die Mausspottdrossel nimmt sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich. Neben Sämereien von Kakteen, Körnern aller Art, Früchten und Beeren werden vor allem Insekten (Insecta), deren Larven und Spinnentiere (Arachnida) gefressen. Unter den Insekten (Insecta) stehen vor allem Käfer (Coleoptera) und Geradflügler (Orthoptera) weit oben auf der Speisekarte. Allerdings wird auch Kleingetier wie Ameisen (Formicoidea) keineswegs verschmäht. Die Nahrung wird zumeist am Boden aufgelesen. Dabei wird jeder kleine Stein, jedes Blatt neugierig gewendet.

Fortpflanzung

Mausspottdrosseln erreichen die Geschlechtsreife gegen Ende des ersten Lebensjahres. Die Geschlechter leben in einer monogamen Einehe. Die Ehe hält in der Regel ein Leben lang. Während der Paarungszeit sind vor allem die Männchen sehr territorial. Die offenen, napfartigen Nester entstehen in geringer Höhe in größeren Büschen. Als Baumaterial dienen hauptsächlich Reisig, kleine Ästchen und weiches Material wie Gräser und ähnliches. Ausgepolstert wird das Nest überwiegend mit Tierhaaren. Um den Nestbau kümmert sich überwiegend das Weibchen, jedoch besorgt das Männchen zuweilen Baumaterial. In das fertige Nest legt das Weibchen nach der Kopulation zwischen zwei bis vier Eier. Die Eier weisen eine bläulich-weiße bis blau-grüne Färbung auf und sind mit stark gesprenkelten sowie gefleckten rötlichen Braun-und Grautönen versehen. Die Eier werden vom Weibchen über einen Zeitraum von 13 bis 15 Tagen gewärmt. Während dieser Zeit wird sie vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nur selten hilft das Männchen beim Wärmen der Eier. Die Küken sind beim Schlupf noch nackt und blind. Sie wachsen jedoch sehr schnell heran und sind bereits im Alter von gut 14 bis 17 Tagen flugfähig. Kurze Zeit später sind die Jungvögel selbständig und fliegen aus. Um die Versorgung des Nachwuchses kümmern sich beide Elternteile gleichermaßen. Für erneute Bruten werden jeweils neue Nester errichtet.

Mausspottdrossel
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Mausspottdrossel

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Mausspottdrossel heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Mausspottdrossel selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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