Menemerus bivittatus

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Menemerus bivittatus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Menemerus
Art: Menemerus bivittatus
Wissenschaftlicher Name
Menemerus bivittatus
(Dufour, 1831)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:034535]

Die Spinne Menemerus bivittatus zählt innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Menemerus. Im Englischen wird diese Art gray wall jumper oder gray jumping spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Menemerus bivittatus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 8 bis 9 Millimeter und das Weibchen eine Körperlänge von etwa 8 bis 10 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Diese Art ist dorsoventral ist etwas abgeflacht und ähnelt in Größe und Form den Arten aus der Gattung Marpissa, jedoch ist das Opisthosoma etwas breiter. Der Panzer des Männchens kann eine schwarze oder braune Färbung aufweisen. Der Augenbereich ist meist schwarz getönt. Charakteristisch bei dem Männchen sind die weißen Streifen auf jeder Seite und ein weißer Streifen in der Mitte. Seitliche Streifen finden sich auch auf der gesamten Stirnplatte. Ein weiteres charakteristisches Merkmal bei dem Männchen ist die weiße umgekehrte V-Markierung auf den Cheliceren. Insgesamt ist das Opisthosoma weißbraun gefärbt und mit einem breiten, dunkelbraunen, medianen Band, das entlang des Opisthosoma verläuft, versehen. Die Beine des Männchens sind dunkelbraun getönt und weisen hellbraune Flecken und Ringe auf. Das Weibchen ist insgesamt braun oder grau gefärbt. Der Panzer ist leicht mit einem dünnen weißen Streifen seitlich versehen. Zusätzlich zeigt sich ein sehr breites weißlich-braunes Band, das sich von den Frontalaugen bis zu den Spinndüsen erstreckt. Die Stirnplatte weist eine orange Färbung auf und das semifoliare graue Opisthosoma ist mit breiten schwarzen Streifen auf jeder Seite posterior besetzt. Die Beine des Weibchens sind braun gefärbt und weisen eine weißbraune Ringelung auf. Des Weiteren zeigen sich einige rötlich-braune Härchen im grauen Bereich, vor allem im Bereich des Opisthosoma. Die Jungspinnen ähneln den adulten Tieren, obwohl die subadulten Männchen kräftigere Palpen besitzen. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst. Die adulten Tiere und die Jungspinnen sind ganzjährig anzutreffen, obwohl die Paarung und die Reproduktion im Herbst beginnen und diese sich bis zum Frühjahr hinziehen können.

Menemerus bivittatus
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Menemerus bivittatus

Verbreitung

Menemerus bivittatus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Argentinien, Australien, Bermuda, Bintang Island, Brasilien, Burundi, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Caroline Islands, China, Kongo, Cook Inseln, Costa Rica, Kuba, Dominikanische Republik, Dschibuti, El Salvador, Äthiopien, Fidschi, Frankreich, Galapagos Inseln, Ghana, Gran Canaria, Haiti, Hawaii, Insel Hispaniola, Italien, Jamaika, Java, Kenia, Krakatau, Liberia, Madagaskar, Mariana Islands, Marquesas-Inseln, die Marshall-Inseln, Mauritius, Mexiko, Nepal, Neue Hebriden, Nigeria, Panama, Portugal, La Réunion, St. Helena, Samoa, Senegal, Senegal, Sierra Leone, Singapur, Society-Inseln, Südafrika, Tansania, Teneriffa, Trinidad, Tuamotu-Inseln, USA, Venezuela, Vietnam und Simbabwe. Die Spinne ist in den Tropen der Alten Welt weit verbreitet und hält sich in der Regel in menschlichen Wohnsiedlungen auf. Das Auftreten von dichter Population dieser Art in menschlichen Siedlungen ist von großer Bedeutung, da die Spinne die Populationen von Fliegen (Brachycera), Stechmücken (Culicidae), Mücken (Nematocera) und anderen Schädlingen in den Wohnsiedlungen kontrolliert. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Stechmücken (Culicidae), Mücken (Nematocera), Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet. Gelegentlich macht die Spinne auch Jagd auf die viel größeren Glattbauchspinnen (Gnaphosidae).

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Menemerus bivittatus

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, die etwas abgeflacht wirkt und einen Durchmesser von etwa 1,5 Zentimeter aufweist. In diese Seidenzelle legt das Weibchen etwa 25 bis 40 Eier und bewacht diese bis zum Schlupf der Jungspinnen. Die Eier sind linsenförmig und der Durchmesser beträgt etwa 6 Millimeter. Nach etwa sechs Wochen, nachdem die Eier gelgt wurden, schlüpfen die Jungspinnen und verlassen das Wohngespinst des Weibchens.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

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Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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