Mississippi-Alligator

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Mississippi-Alligator

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Krokodile (Crocodilia)
Unterordnung: Vollkrokodile (Eusuchia)
Familie: Alligatoren (Alligatoridae)
Gattung: Alligator
Art: Mississippi-Alligator
Wissenschaftlicher Name
Alligator mississippiensis
Daudin, 1802

Der Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis), auch Hechtalligator genannt, gehört innerhalb der Ordnung der Krokodile (Crocodilia) zur Familie der Alligatoren (Alligatoridae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die durchschnittliche Größe des Mississippi-Alligators beträgt bei einem Gewicht von 500 Kg rund 4 Meter. Es sind aber auch Exemplare bis 6 Meter bekannt. Der Panzer ist dunkel, fast schwarz gefärbt. Die Bauchseite ist hell. Der Kopf endet in einer breiten und flachen Schnauze, die an der Spitze abgerundet ist. Jungtiere haben auf ihrem Panzer zur Tarnung eine gelbe Querbänderung. An den Schwimmhäuten zwischen den Fingern und Zehen läßt erkennen, daß sich der Mississippi-Alligator in der Regel im Wasser aufhält. Er ist in der Lage bis zu 1 Stunde unter Wasser zu verweilen. In seinen nördlihen Verbreitungsgtebieten hält er eine 2 bis 3 monatige Winterruhe. Er erreicht mit 75 Jahren ein stattliches Alter. Durch Bejagung und Wegfang für Zuchten ist der Mississippi-Alligator in freier Wildbahn mittlerweile stark vom Aussterben bedroht.

Verbreitung

Diese Alligator-Art kommt in den Südstaaten der USA vor. Er bewohnt Sümpfe, Seen und langsam fliessende Flüsse mit Süsswasser. Auch in Seitenarmen und Brackwasser ist er anzutreffen.

Nahrung

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Mississippi-Alligatoren fressen vor allem Säugetiere in passender Größe. Zu ihrer Lieblingsnahrung zählen Nagetiere. Aber auch Vögel und Fische werden nicht verschmäht.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt im April und zieht sich bis in den Juni. Während dieser Zeit bilden die Männchen Reviere, die aggressiv verteidigt werden. Die Aggressionen manifestieren sich durch heftiges Aufschlagen des Kopfes auf das Wasser. Diese Reaktion sowie das Versprühen von Moschus aus ihren Moschusdrüsen lockt aber auch die Weibchen in ihre Reviere. Da sich die Balz über mehrere Wochen hinzieht, kommt es beim Weibchen in der Regel zu Paarungen mit mehreren Männchen.

Hat sich ein Paar gefunden, so läßt sich ein Kopf-an-Kopf zwischen den beiden Partnern beobachten. Der eigentliche Geschlechtsakt wird in seitlicher Lage vollzogen und dauert in der Regel nur einige Minuten. Die Eiablage erfolgt ab Juni. Das Weibchen legt ein Hügelnest aus Pflanzenmaterial und lockerer Erde an. Das Nest hat durchschnittliche Ausmaße von 1 Meter Höhe und 1,5 Meter Breite. In den oberen Bereich des Kegels legt sie rund 70 Eier. Nach erfolgter Eiablage verschliesst sie ihr Hügelnest sorgsam. Wie bei vielen Krokodilen beträgt die Geschlechtsentwicklung von der Bruttemperatur ab. Bei 29°C bis 30°C schlüpfen mehr Weibchen, bei mehr als 30°C entwickeln sich überwiegend Männchen. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 70 Tage. Während dieser Zeit wird das Gelege vom Weibchen bewacht und befeuchtet. Nach dem Schlupf bringt das Weibchen die Jungtiere in ihrem Maul zum Wasser. Die Jungtiere haben eine Länge von 20 cm. Die Familie bleibt für rund 4 Wochen zusammen, danach gehen sie getrennte Wege.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Reinhard Radke, Krokodile. Expeditionen zu den Erben der Dinosaurier, Taschenbuch, Lübbe; Auflage: 1 (Oktober 2002) - ISBN 3785721056
  • Gunther Köhler, Krokodile Schildkröten Echsen, Herpeton; Auflage: 1. Aufl. (2000) - ISBN 3980621405
  • Günther Nietzke, Die Terrarientiere, Bd.3, Krokodile und Schlangen, Ulmer (Eugen); Auflage: 4., (Januar 2002) - ISBN 3800174596
  • Barbara Taylor, Krokodile, Franckh-Kosmos Verlag (2001) - ISBN 3440085481
  • Ludwig Trutnau, Krokodile, Taschenbuch, Westarp Wissenschaften, 2005 - ISBN 3894324201
  • Charles A. Ross, Krokodile und Alligatoren. Entwicklung, Biologie und Verbreitung,
    Bassermann; Auflage: 1 (Januar 2002) - ISBN 3572013194
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