Monokelkobra

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Monokelkobra

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Echte Kobras (Naja)
Art: Monokelkobra
Wissenschaftlicher Name
Naja kaouthia
Lesson, 1831

Verbreitungsgebiet
Verbreitungsgebiet der Monokelkobra

Die Monokelkobra (Naja kaouthia) zählt innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae) zur Gattung der Echten Kobras (Naja). Im Englischen wird die Art monocled cobra genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Monokelkobra erreicht eine durchschnittliche Länge von 120 bis 160 Zentimeter, selten kann auch eine Länge von knapp über 200 Zentimeter erreicht werden. Die Grundfärbung des Körpers ist ausgesprochen variabel. So kann es zu oliven, olivbraunen, schwarze, grauen, graubraunen bis rotbraunen Farbvariationen kommen. Stellenweise zeigt sich eine weißliche Querstreifung, die aber bei vereinzelten Exemplaren fehlen kann. Ventral ist die Beschuppung überwiegend weißlich gefärbt, gelegentlich zeigt sich dabei eine dunkle Sprenkelung. Der Körperbau ist insgesamt schlank. Der Kopf setzt sich nur wenig vom langen Hals ab. Charakteristisch ist das weißliche, rundliche Muster auf dem Nacken. Daher leitet sich auch der Name Monokelkobra ab. Die Nackenmusterung kann aber auch fehlen. Die Unterseite des Halses ist wie die Bauchseite weißlich gefärbt, an den Seiten des Halses lassen sich zwei schwarze Markierungen erkennen. Die Pupillen der Augen sind recht groß und rund. Wie alle Kobras, so verfügt auch die Monokelkobra über ein extrem starkes Gift. Die gefurchten Giftzähne sind dabei recht kurz und sitzen weit vorne im Kiefer. Die Giftzähne sind nicht zurückklappbar. Das Gift ist ein hoch wirksames Neurotoxin. Es greift insbesondere das zentrale Nervensystem an und führt beim Menschen oftmals zum Tod. Zu den Symptomen gehören neben lokalen Schmerzen vor allem Nekrosen, Schwellungen sowie Lähmung der Augen- und Atemmuskulatur.

Verbreitung

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Der Indische Sübkontinent, Bangladesh, Nurma, Indochina und der südliche Teil Chinas bilden das natürliche Verbreitungsgebiet der Monokelkobra. Bevorzugt werden tropische und subtropische Feuchtgebiete. Gewässer in irgendeiner Form befinden sich immer im Lebensraum der Monokelkobra. Da sie in Reisfeldern lebt, kommt es hier häufig zu Bissen. Todesfälle sind zwar nicht die Regel, kommen aber durchaus vor. Als Unterschlupf dienen Baumstämme, Baumhöhlen sowie Laub- und Komposthaufen.

Nahrung

Die Monokelkobra ernährt sich hauptsächlich von Nagetieren (Rodentia), kleineren Kriechtieren (Reptilia)und Lurchen (Amphibia). Sie ist eine typische Lauerjägerin, die blitzschnell zuschlägt, wenn ein Beutetier nah genug herangekommen ist. Sie frisst die Beute aber nicht direkt, sondern wartet bis ihr hoch toxisches Gift Wirkung gezeigt hat. Das Gift schädigt das zentrale Nervensystem, Beutetiere ersticken in der Regel qualvoll. Ist das Beutetier tot, so verschlingt die Monokelkobra es wie alle Schlangen auch mit dem Kopf voran. Nicht selten wagt sich die Monokelkobra auch in die Nähe menschlicher Siedlungen, um dort nach potentieller Beute zu suchen.

Fortpflanzung

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Die Paarungszeit beginnt meist im Frühjahr. Rund acht Wochen nach der Kopulation legt die Monokelkobra zwischen zehn und fünfundzwanzig Eier ab. Die Ablage kann in feuchter Erde, in Kompost- oder Laubhaufen, in hohlen Baumstämmen oder an ähnlich geschützten Plätzen erfolgen. Die Eier weisen eine ovale Form auf. Nach einer Inkubationszeit von 50 bis 70 Tagen schlüpfen die Jungschlangen, die sich meist nach einer Woche das erste Mal häuten und eine Schlupflänge von 25 bis 30 Zentimeter aufweisen. Wie die adulten Tiere, so suchen auch die Jungschlangen ihr Heil in der Flucht. Sie gelten als wenig angriffslustig. Die Hauptaktivität entfalten die Jungschlangen mit Einsetzen der Dämmerung. Eine Monokelkobra kann ein Alter von über 30 Jahren erreichen.



Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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