Mopsus mormon

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Mopsus mormon
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Mopsus
Art: Mopsus mormon
Wissenschaftlicher Name
Mopsus mormon
Karsch, 1878

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:034714]

Die Spinnenart Mopsus mormon gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Mopsus. Im Englischen wird diese Art auch Green jumping spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Mopsus mormon ist die größte Springspinne in Australien. Sie erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 12 bis 15 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 16 bis 18 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Das Männchen ist sehr auffällig gefärbt. Der Körper ist leuchtend grün mit einem dunkelroten Kopf. Um den Kopf herum zeigen sich weiße Haarbüschel, die einem Schnurrbart ähneln. Die weißen Haarbüschel bilden dann auf der Kopfplatte einen schwarzen Haarknoten. Das Opisthosoma weist eine weiß-grünliche Färbung auf. Des Weiteren zeigt sich in der Mitte des Opisthosoma eine helle beigefarbene Bande, die mit zwei dünnen schwarzen Linien rechts und links begrenzt ist. Die Metatarsi sind grünlich getönt, während die Tarsi eine dunkelrote Färbung aufweisen. Bei dem Weibchen fehlen die weißen Haarbüschel und der schwarze Haarknoten, jedoch besitzt das Weibchen eine rot-weiß getönte elegante Maske. Ferner zeigt sich auf dem Opisthosoma des Weibchens eine weiß-braune Musterung. Die Beine bei dem Weibchen sind transluzent hellgrün bis olivgrün gefärbt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst, das meist unter langen schwertförmigen paralleladrigen, steif aufrechten Grundblättern, wie zum Beispiel Neuseeländer Flachs (Phormium tenax), angelegt wird. Bei dieser Spinnenart leben im Frühjahr das Männchen und das Weibchen während der Paarungszeit im Wohngespinst zusammen. In dem Wohngespinst befinden sich drei Kammern, in denen sich das Männchen und das Weibchen aufhalten. Das Männchen findet man meist im oberen Teil der Kammer, während das Weibchen den unteren Teil der Kammer aufsucht. In der mittleren Kammer wird nach der Paarung der Eikokon gewebt, den das Weibchen bis zum Schlupf der Spiderlinge bewacht. Jede Kammer ähnelt einem Tunnel und besitzt je eine Öffnung an beiden Enden. Neben diesem Wohngespinst befinden sich meist noch mehrere Wohngespinste von anderen Springspinnen.

Mopsus mormon - Weibchen mit Beute
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Mopsus mormon - Weibchen mit Beute

Verbreitung

Mopsus mormon kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: im Osten von Australien, Neuguinea und im Norden von Neusüdwales. Sie hält sich vorwiegend unter langen schwertförmigen paralleladrigen, steif aufrechten Grundblättern, wie zum Beispiel Neuseeländer Flachs (Phormium tenax), oder unter grünen breitblättrigen Pflanzen auf, wo sie meist Jagd auf Beute macht und wo sich auch das Wohngespinst dieser Art befindet. Wie fast alle Springspinnen so hält sich die Spinne gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta) und von Spinnentieren (Arachnida). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera), Zünsler (Pyralidae) sowie Spinnen erbeutet, wie zum Beispiel Luchsspinnen (Oxyopidae).

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung in der mittleren Kammer des Wohngespinstes eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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