Mydasfliege

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Mydasfliege

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Teilordnung: Muscomorpha
Familie: Mydidae
Unterfamilie: Mydinae
Tribus: Mydini
Genus: Mydas
Art: Mydasfliege
Wissenschaftlicher Name
Mydas clavatus
(Drury, 1773)

Die Mydasfliege (Mydas clavatus), auch unter den Synonymen Musra clavata, Mydas filata und Bibio filata bekannt, zählt innerhalb der Familie Mydidae zur Gattung Mydas. Im Englischen wird die Mydasfliege mydas fly genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Mydasfliege erreicht eine Körperlänge von etwa 25,0 bis 30,0 Millimeter und eine Spannweiste bis zu 50,0 Millimeter und mehr. Sie ist komplett schwarz mit Ausnahme der leuchtend orangefarbenen Spitze des ersten Abdominal-Segmentes. Die Mydasfliege ähnelt in der Färbung eher den Wegwespen (Pompilidae) und der Körperbau ähnelt eher den Raubfliegen (Asilidae). Die schlanken Antennen haben fast die Länge des Thorax, weisen eine schwarze Färbung auf und wirken an ihren Enden etwas knorrig. Der Thorax ist schwarz und glatt. Die Flügel sind kupferbraun, sehr häutig und nicht transparent. Das Abdomen ist ebenfalls schwarz gefärbt und besteht aus acht Segmenten, wobei das zweite Segment eine tiefes Gelb aufweist, jedoch erstreckt sich diese Färbung nur entlang an den Seiten. Der untere Teil ist schwarz getönt. Der Kopf und die Beine sind ebenfalls von einer tiefschwarzen Färbung. Der Kopf weist eine prominente Postclypeal-Region und einen auffälligen Anteclypeus auf. Ferner nehmen große Luftsäcke einen großen Teil des internen Kopfvolumens ein. Innerhalb der Kopfkapsel sind paarige Labellar-Drüsen vorhanden. Die Mundwerkzeuge bestehen aus dem Labrum, Labium und aus kurzen Maxillen. Die Labellar-Lappen sind gut entwickelt und tragen Reihen von Pseudotracheae.

Lebensweise

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Mydasfliege

Die Larven leben in Totholz und ernähren sich räuberisch von Käferlarven, insbesondere sind sie auf die Larven des Junikäfer (Rhizotrogus marginipes) spezialisiert. Ferner ernähren sich die Larven Holzkäferlarven. Die Larven halten sich in den Wäldern in der Nähe von Fäulnis und Totholz auf. Die Erwachsene sind nahezu überall anzutreffen wie Parks, Gärten und auf Wiesen.

Verbreitung

Die Mydasfliege ist in folgenden Gebieten verbreitet: Alabama, Alaska, Arizona, Arkansas, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Hawaii, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, North Carolina, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin und Wyoming.

Ernährung

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Frühere Autoren gingen davon aus, dass die adulten Mydasfliegen sich räuberisch ernähren. Jedoch ist die Struktur der Mundwerkzeuge bezeichnend für Nektar-Ernährungsgewohnheiten. Bei beiden Geschlechtern fehlen die Mandibeln. Ferner weist die Mydasfliege eine primitive Anordnung der labialen Muskeln und Sklerite auf. Die adulten Mydasfliegen ernähren sich vom Nektar der Blumen und laufen am Boden aktiv herum.

Fortpflanzung

Die Mydasfliege erreicht die Geschlechtsreife betreits in ihrer ersten Lebenswoche als Imago. Nach der Paarung legt sie bis einige hundert Eier ab. Die Eier sind leicht oval, gelblich-weiß und weisen eine Länge von gut einem Millimeter auf. Beliebte Eiablageplätze sind dabei Faulstoffe, Totholz und anderes organisches Material. In Abhängigkeit der Umgebungstemperatur schlüpfen spätestens nach einem Tag die Larven. Die Larven haben die Form einer Made und haben keinen Kopf und auch keine Beine. Sie bewegen sich durch Winden fort. Sie ernähren sich von Faulstoffen, die sie an dem Ort der Eiablage vorfinden. Aber auch andere kleine Insekten und deren Larven sind vor ihnen nicht sicher. Nach zwei Häutigen, also im dritten Larvenstadium haben sie eine Länge von gut zehn Millimeter. Danach verpuppen sie sich. Diese Phase dauert gewöhnlich einige Tage. Die aus der Puppe schlüpfende erwachsene Fliege hat eine Lebensdauer, die 30 bis 40 Tage dauern kann. Dieses Alter wird allerdings selten und nur unter günstigen Umständen erreicht. Pro Jahr kommt es meist zu fünf bis sechs Generationen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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