Myrmarachne maxillosa

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Myrmarachne maxillosa

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Myrmarachne
Art: Myrmarachne maxillosa
Wissenschaftlicher Name
Myrmarachne maxillosa
(C. L. Koch, 1846)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:034847]

Die Spinnenart Myrmarachne maxillosa gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Myrmarachne. Im Englischen wird diese Art Giant Ant-Like Jumper genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Myrmarachne maxillosa erreicht eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 Millimeter. Beide Geschlechter sind fast gleich, mit der Ausnahme, dass die Kieferklauen bei dem Männchen enorm vergrößert und oberseits abgeflacht sind. Diese Vergrößerung bewirkt eine Verlängerung des Körpers um etwa 30 Prozent. Die Grundfärbung des Körpers ist schwarz, braun oder gelb. Diese Art ist eine gute ameisenimitierende Springspinne, die keine Ameisen (Formicoidea) jagt. In der Regel ist das Prosoma etwa doppelt so lang als breit und der Kopf liegt etwas erhöht und weist eine quadratische Form auf. Die Spinne besitzt eine geradezu verblüffende Ähnlichkeit mit einer Ameise, besonders das Weibchen. So ist der Körper sehr schlank gebaut und zwischen dem Prosoma und dem Opisthosoma zeigt sich von oben gut sichtbar ein langer verschmälerter Stiel. In diesem Bereich zeigen sich häufig weiße Härchen oder der Bereich ist mit einer unterbrochenen, weißen Haarbinde gezeichnet. Das Opisthosoma ist etwa so lang wie das Prosoma und weist eine ovale Form auf. Die allgemeine Färbung des Körpers kann je nach Abhängigkeit der Ameisen (Formicoidea), die imitiert werden, zwischen schwarz, braun und gelb variieren. Die Beine sind sehr lang und dünn und weisen oft eine helle Färbung auf. Einige Segmente weisen dieselbe Färbung auf wie der Körper. Charakteristisch für die Art sind die dicken, langen, parallel, nach vorne projizierten abgeplatteten Cheliceren des Männchens, die etwa so lang wie der Panzer sind. Die Spitze der Cheliceren ist flach und weist einen gekielten Außenrand auf, der mit einer Reihe von gleichmäßig angeordneten kräftigen Zähnchen besetzt ist. Die Zähne sind etwa so lang wie die Cheliceren. Die Pedipalpen sind bei dem Männchen normal gestaltet. Die Spinne läuft meist nur auf drei Beinpaaren und trägt ihr vorderes Beinpaar zitternd emporgehalten wie eine Ameise ihre Fühler. Auch das Problem der falschen Beinzahl wird auf diese Weise elegant gelöst. Bei dem Weibchen sind schließlich die Endglieder der Pedipalpen abgeflacht und dreieckig verbreitert, so dass sie wie Ameisenkiefer wirken. <2>

Lebensweise

Myrmarachne maxillosa ist eine ameisennachahmende Spinne, die im Aussehen und oft auch in der Bewegung die Ameisen (Formicoidea) nachahmt. Man nimmt an, dass die Nachahmung vor Fressfeinden schützen soll, denn Ameisen (Formicoidea) werden, abgesehen von einigen Spezialisten, nicht gerne als Nahrung aufgenommen. Da die Spinne sich meist in den gleichen Lebensräumen wie die Ameisen (Formicoidea) aufhält und oft mit den Ameisen (Formicoidea) gesellig zusammenlebt, ist die Spinne für das menschliche Auge kaum auseinanderzuhalten. Die merkwürdigen Cheliceren der Männchen erinnern an die der orthognathen Spinnen. Die sehr langen, gebogenen und in der Mitte gezähnten Klauen werden aber nach innen und nicht nach unten eingeklappt. Um sie auszuklappen, muß die Spinne zunächst die Grundglieder weit auseinanderspreizen. Sie dienen als Schauapparate beim Kommentkampf und bei der Balz vor dem Weibchen. Die Spinne hält sich bei ungünstiger Witterung meist in einem zusammengerollten, mit Gespinst ausgekleideten Blatt auf.

Unterarten

Verbreitung

Myrmarachne maxillosa kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Andamanen, Sulawesi, Taiwan, Indonesien, Java, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur und Sumatra. Sie hält sich bevorzugt auf Sträuchern, auf Pflanzen und in der Laubstreu auf. Die meisten ameisenimitierenden Springspinnen leben in der Nähe von Ameisen (Formicoidea), durch die ein gewisser Schutz gewährleistet wird. Diese Spinnen sind je nach Ameisenart, die sie imitieren, mehr oder weniger schwarz, braun oder gelb gefärbt. Wenn die Spinne in der Nähe einer Ameise lebt, hält sie gegenüber der Ameise einen sicheren akzeptablen Abstand, der die Anwesenheit der Spinne signalisiert. Andere, aber nicht annähernd so gut ameisenimitierende Springspinnen, machen tatsächlich Jagd auf Ameisen (Formicoidea). <3>

Ernährung

Wie alle Springspinnen ernährt sich auch die Myrmarachne maxillosa von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) erbeutet.

Fortpflanzung

Die reifen Tiere sind ganzjährig zu finden. Die Männchen verwenden ihre riesigen Cheliceren für Kommentkämpfe mit anderen Männchen und für die Balz. Dass die Überlebenschancen der ameisennachahmenden Spinne deutlich größer ist als die anderer Spinnen, ist daraus ersichtlich, dass das Weibchen nur zwei bis drei Eier in ein mit Gespinst ausgekleidetes Blatt legt.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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