Nacktkehl-Glockenvogel
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| Nacktkehl-Glockenvogel | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Unterordnung: | Schreivögel (Tyranni) |
| Familie: | Schmuckvögel (Cotingidae) |
| Gattung: | Glockenvögel (Procnias) |
| Art: | Nacktkehl-Glockenvogel |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Procnias nudicollis | |
| Vieillot, 1825 | |
Der Nacktkehl-Glockenvogel (Procnias nudicollis) zählt innerhalb der Familie der Schmuckvögel (Cotingidae) zur Gattung der Glockenvögel (Procnias).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Nacktkehl-Glockenvogel erreicht eine Körperlänge von gut 27 Zentimeter. Die Geschlechter weisen einen deutlichen Geschlechtsdismorphismus auf. Das Gefieder des Männchens ist rein weiß gefärbt. Lediglich das unbefiederte Gesicht und der Kehlbereich weisen eine gräuliche bis graugrüne Färbung auf. Die Weibchen weisen eine olivgrüne Grundfärbung auf. Lediglich die Bauch- und Brustseite ist weißlich gefärbt. Auf der Bauchseite zeigt sich zudem eine wenig auffällige gelbliche Strichelung. Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt. Die fleischfarbenen Extremitäten enden in vier Zehen, wovon eine Zehe nach hinten zeigt. Nacktkehl-Glockenvögel leben einzelgängerisch oder paarweise und halten sich fast ausschließlich in den oberen Regionen der Baumwipfel auf.
Verbreitung
Der Nacktkehl-Glockenvogel ist in Südamerika insbesondere im östlichen und südlichen Brasilien, in Paraguay und im Norden von Argentinien verbreitet. Er bewohnt hier den tropischen Regenwald bis in Höhen von gut 1.000 Metern über NN. In weiten Teilen seiner Verbreitungsgebiete ist der Nacktkehl-Glockenvogel heute selten geworden. Hauptgrund für den dramatischen Rückgang der Populationen ist die Abholzung der Wälder in den natürlichen Lebensräumen sowie der Wildfang für den internationalen Haustierhandel. In Argentinien ist der Nacktkehl-Glockenvogel heute nur noch sehr selten anzutreffen.
Ernährung
Nacktkehl-Glockenvögel ernähren sich von reifen Früchten und Insekten. Auf Nahrungssuche gehen sie tagsüber in den Wipfeln der Bäume.
Fortpflanzung
In den tropischen Verbreitungsgebieten ist die Paarungszeit an keine feste Jahreszeit gebunden, jedoch fallen die meisten Bruten in die beginnende Regenzeit. Während der Balz versucht das Männchen durch lautstarke Rufe ein Weibchen in sein Revier zu locken. Hat sich ein Weibchen genähert, so versucht das Männchen dem Weibchen durch ein Hüpfen mit gespreizten Schwanzfedern von Ast zu Ast zu beeindrucken. Das napfartige Nest wird in großen Höhen zwischen Astgabeln errichtet. Es besteht aus Reisig und diversen Pflanzenteilen. Ausgepolstert wird das Nest zumeist mit kleinen Federchen. Das Weibchen legt ein Ei, das eine hellbraune Färbung und eine dunkle Fleckung aufweist. Beide Geschlechtspartner brüten das Ei über einen Zeitraum von gut 22 bis 23 Tagen aus. Die Nestlingszeit beträgt zwischen 33 und 35 Tagen.
