Nahrungskette und Nahrungsnetz

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Gemeiner Furchenschwimmer (Acilius sulcatus)
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Gemeiner Furchenschwimmer (Acilius sulcatus)

Um es etwas verständlicher zu machen: Eine Kieselalge, ein Produzent, wird von einem Wasserfloh gefressen. Als Pflanzenfresser ist er ein Erstverbraucher oder Konsument erster Klasse. Der Wasserfloh wiederum dient der Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) als Nahrung, sie ist der Zweitverbraucher (Konsument zweiter Klasse). Am Ende der Nahrungsbeziehung wird die Rotfeder von einem Hecht (Esox lucius) gefressen, dieser stellt in diesem Fall den Endverbraucher/Endkonsumenten dar. Lebewesen, die fressen und gefressen werden, sind über ihre Nahrungsbeziehungen wie Glieder einer Kette miteinander verbunden. Sie gehören zu einer Nahrungskette. In wirklichkeit sind die Ernährungsmöglichkeiten der Konsumenten fast nie so einseitig, dass sich eine Tierart von nur einer einzigen anderen Tier- oder Pflanzenart ernährt. Meist fängt ein Räuber verschiedene Beutetiere. So frisst der Gemeine Rückenschwimmer (Notonecta glauca) sowohl Köcherfligen und Zuckmücken, als auch Kaulquappen. Pflanzen und Tiere gehören also fast immer verschiedenen Nahrungsketten an. Diese werden so "verflochten" wie die Maschen eines Netzes, sie bilden ein Nahrungsnetz.

Literatur

  • Brigitta Sombecki-Hansen und Udo Beckmann: Einblicke Biologie, Ernst Klett Verlag, ISBN 3-12-030720-3

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