Naphrys pulex

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Naphrys pulex

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Naphrys
Art: Naphrys pulex
Wissenschaftlicher Name
Naphrys pulex
(Hentz, 1846)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:033579]

Die Spinnenart Naphrys pulex gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Naphrys. Die Spinne weist sehr viel Ähnlichkeit mit der Art Naphrys acerba auf, jedoch ist diese etwas kleiner als Naphrys pulex.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Naphrys pulex erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 2 bis 3 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 3 bis 3,5 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Naphrys pulex ist eine kryptische kleine Art. Das Weibchen weist ein breites rundes Opisthosoma auf, während das Männchen etwas schlanker erscheint als das Weibchen. Um die Augen herum zeigt sich ein orangefarbener Augenring. Das Prosoma und das Opisthosoma weisen eine dichte Behaarung auf. Ferner zeigt sich auf dem Prosoma und Opisthosoma eine dunkelbraune Blattzeichnung, die mit einer grau gefärbten Musterung und mit weißen spitz zulaufenden Flecken versehen ist. Die sehr kräftigen, bedornten sowie dicht behaarten Beine sind abwechselnd hellbraun und dunkelbraun geringelt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Naphrys pulex
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Naphrys pulex

Verbreitung

Naphrys pulex kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Alabama, Arkansas, Florida, Georgia (USA), Kansas, Michigan, Minnesota, New York, Ohio, Pennsylvania, Südkarolina, Texas und Wisconsin. Sie hält sich überwiegend in gemischten Laubwäldern auf und zeigt eine Vorliebe für Fallaub, insbesondere hält sie sich gerne unter Wacholder (Juniperus) zwischen oder unter abgefallener Rinde auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen, Baumrinde oder in den Büschen. Diese Art hält sich aber häufig auf dem Boden auf. Des Weiteren ist die Spinne auch in Wohnsiedlungen zu finden. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta), bevorzugte Beute sind verschiedene Ameisen (Formicoidea). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Gelegentlich werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

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Naphrys pulex

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge