Neottiura bimaculata

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Neottiura bimaculata

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Radnetzspinnen (Araneoidea)
Familie: Haubennetzspinnen (Theridiidae)
Gattung: Neottiura
Art: Neottiura bimaculata
Wissenschaftlicher Name
Neottiura bimaculata
(Linnaeus, 1767)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:007852]

Die Spinnenart Neottiura bimaculata gehört innerhalb der Familie der Haubennetzspinnen (Theridiidae) zur Gattung Neottiura.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die ziemlich langbeinige Kugelspinne Neottiura bimaculata erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 2,5 bis 3,0 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 3,0 bis 3,5 Millimeter. Die Färbung und die Zeichnung sind sehr variabel. Das Männchen und das Weibchen unterscheiden sich durch die Färbung und durch die Zeichnung des Hinterleibes und der Beine. Der Vorderkörper ist bei dem Weibchen meist hell gelblich und weist einen breiten, dunklen Mittelstreifen auf. Der Hinterkörper ist oberseits schwarzbraun oder dunkel mit weißlichem, manchmal seitlich gezacktem Mittelband. Das Männchen weist einen dunkelbraunen Vorderkörper auf, der im Augenbereich kegelförmig erhöht ist. Der Hinterkörper des Männchens ist fast schwarz, manchmal sogar weiß gestreift. Die Beine sind lang und dünn und gleichmäßig blaßbraun. Die reifen Männchen sind von Ende Mai bis Anfang Juli zu finden und die Weibchen sind auch noch im August anzutreffen.

Lebensweise

Im Juli und im August bewacht das Weibchen im meist unter einem Blatt angelegten Netz einen kugeligen, weißen Eikokon, manchmal sind es auch zwei Eikokons. Bei Störungen bringt das Weibchen den Eikokon oft an einen anderen Ort.

Unterarten

Verbreitung

Neottiura bimaculata lebt vorwiegend an Wald- und Wegrändern, unter Blättern von Laubbäumen, bevorzugt werden dabei besonders Eichen (Quercus). Ferner hält sich die Spinne auf niedrigen Pflanzen auf. Die Spinne ist in Mitteleuropa überall ziemlich häufig anzutreffen. In Deutschland wurde die Spinne im Naturschutzgebiet Tennenloher Forst und im Buckenhofer Forst im Raum Nürnberg gesichtet.

Ernährung

Neottiura bimaculata ernährt sich von Insekten (Insecta). Sie fängt die Beute mit ihrem Haubennetz. Die darin befindlichen klebrigen Fäden fangen ein Insekt und hindern es an der Flucht. Ist ein Beutetier gefangen, so tötet die Spinne das Insekt mit einem Giftbiss und spinnt das Opfer ein und saugt es später aus.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt ihre Eier nach erfolgreicher Befruchtung in einen Kokon, manchmal sogar auch in zwei Kokons ab. Bis zum Schlupf der Jungspinnen wird der Kokon gegen Fressfeinde und Artgenossen beschützt. Nach dem Schlupf der Jungspinnen verbleiben sie die erste Zeit im Schlupfwinkel bei der Mutter. Das Weibchen füttert ihre Jungen mit einem Brei aus vorverdauter Nahrung. Dabei gibt sie die Nahrung durch Mund-zu-Mund Fütterung weiter. Bereits nach einigen Tagen erfolgt dann die erste Häutung. Nach zwei bis drei Wochen stirbt das Muttertier und dient dem Nachwuchs als Nahrung. Kurz danach verlassen die Jungspinnen ihr Geburtsnetz und bauen jeweils ein eigenes Netz. Im Juli erreichen sie die Endgröße.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 12. Juni 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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