Niederkalifornische Klapperschlange

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Niederkalifornische Klapperschlange

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Klapperschlangen (Crotalus)
Art: Niederkalifornische Klapperschlange
Wissenschaftlicher Name
Crotalus enyo
Cope, 1861

Die Niederkalifornische Klapperschlange (Crotalus enyo) gehört innerhalb der Familie der Vipern (Viperidae) zur Gattung der Klapperschlangen (Crotalus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Niederkalifornische Klapperschlange erreicht eine Länge von 60 bis 70 cm, in seltenen Fällen kann die Länge auch bis 90 cm betragen. Der Körper ist überwiegend grau bis graubraun und ist mit braunen bis dunkelbraunen Mustern und Querbändern durchzogen. Die Muster und Querbänder sind zum Teil schwarz eingefasst. der Kopf ist lang und schmal und setzt sich nur wenig vom Rumpf ab. Die Schuppen sind stark gekielt. Die Hornschilde über den Augen sind stark ausgegrägt. Hinter den Augen beginnt ein breitet brauner Streifen, der sich bis zum Mundwinkel fortsetzt.

Die überwiegend nachtaktive Schlange hält sich vorwiegend unter Felsen, Steinen und Bauten von Nagern auf. Auch in Kakteen und Elefantenbäumen fühlt sie sich zu Hause. Die Lebenserwartung dieser Schlange liegt bei rund 15 Jahren. Das Gift, ein Hämatoxin, ist sehr stark und kann für einen Menschen ohne schnelle Hilfe tödlich sein. Von Dezember bis Januar hält sie eine Winterruhe.

Unterarten

Verbreitung

Der Süden Kaliforniens sowie der Norden Mexicos sind das natürliche Verbreitungsgebiet. Sie bewohnt vorzugsweise karge Wüsten und Steinwüsten mit spärlicher Bewachsung. Sie ist des weiteren in niedrigen Berglagen anzutreffen.

Ernährung

Die Nahrung der niederkalifornischen Klapperschlange besteht fast ausschließlich aus kleinen Nagetieren und verschiedenen Echsen.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung erstreckt sich über das Frühjahr. Nach einer Trächtigkeit von etwa 90 - 120 Tage bringt sie 3-10 Junge zur Welt. Sie ist ovovivipar, also lebendgebährend. Die Jungschlangen haben eine Geburtsgröße von etwa 20 cm.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Mark O'Shea, Giftschlangen. Alle Arten der Welt in ihren Lebensräumen, Franckh-Kosmos Verlag, 2006 - ISBN 3440106195
  • Ludwig Trutnau, Schlangen im Terrarium, in 2 Bdn., Bd.2, Giftschlangen,
    Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 4., Aufl. (1998) - ISBN 3800173719
  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • W. P. Mara, Das Große Buch der Giftschlangen, Verlag: Bede (Februar 2002) - ISBN 3927997536
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