Nigma puella

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Nigma puella

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Dictynoidea
Familie: Kräuselspinnen (Dictynidae)
Gattung: Nigma
Art: Nigma puella
Wissenschaftlicher Name
Nigma puella
(Simon, 1870)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:022515]

Die Spinnenart Nigma puella gehört innerhalb der Familie der Kräuselspinnen (Dictynidae) zur Gattung Nigma.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Nigma puella erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 2,5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 3 Millimeter. Der Rückenschild des Weibchens ist grau-braun und weist eine breite, helle Umrandung auf. Der Kopf ist mit weißlichen Haaren bedeckt. Der Hinterleib weist eine weißliche Färbung auf und ist mit einem deutlichen roten herzförmigen Mal gezeichnet, das manchmal auch nur zu einem Fleck verkleinert sein kann. Das Muster ist aus vielen kleinen, leicht zerbrechlichen Härchen zusammengesetzt, so dass eine Bestimmung recht schwierig ist, das die feinen Härchen leicht abgerieben werden, so dass das Muster manchmal schwach zu erkennen ist. Die Beine sind fahlgelb und mit einem feinen Flaum an den äußeren Segmenten besetzt. Der Rückenschild des Männchens ist rotbraun und mit schwachen, hellen Bändern versehen. Der Hinterleib ist sehr unterschiedlich gefärbt, manchmal fast einheitlich rosafarben oder aber rosafarben mit einem dunklerem Mittelstreifen besetzt, der sich nach hinten zu verbreitert. Die Beine sind blaß-braun und ebenfalls mit einem feinen Flaum bedeckt.

Lebensweise

Nigma puella sieht der Art Nigma flavescens sehr ähnlich und ist im Gelände oft nicht sicher von dieser Art zu unterscheiden. Nigma puella lebt vorwiegend auf Gebüsch und ist vom Frühjahr (Mai) bis in den Spätsommer (August) hinein zu finden. Die Spinne legt ihr Netz oft auf der Oberseite größerer Blätter an, selbst lebt sie dann auf dem gespinstüberdachten Blattgrund. Die Art gehört der Familie der Kräuselspinnen (Dictynidae), die als Fangfäden für ihre Beute bläulich schimmernde Wollstränge verwendet.

Verbreitung

Nigma puella lebt wie Nigma flavescens vorwiegend an Waldrändern und auf Gebüschen, auf Blättern von Laubbäumen, vor allem Eichen (Quercus), allerdings fehlt Nigma puella in Deutschland und kommt dafür in Westeuropa zum Beispiel in England vor. Des Weiteren ist Nigma puella auf den Azoren und auf Madeira sowie auf den Kanarischen Inseln verbreitet.

Ernährung

Vor der zur Blattspitze weisenden Öffnung spannt die Spinne über einigen geraden Wegfäden zickzackförmig verlaufende, cribellate Fangfäden. In diesem unscheinbaren Netz fängt Nigma puella oft recht große Beutetiere. Zu den Beutetieren zählen hauptsächlich Insekten (Insecta), wie zum Beispiel mittelgroße Fliegen (Brachycera), die von diesen Kräuselfäden des Netzes festgehalten werden.

Fortpflanzung

Die reifen Tiere trifft man von Mai bis August. Zur Paarung geht das Männchen auf das Weibchen zu und läßt seine Cheliceren durch die des Weibchens umgreifen und führt nacheinander die beiden Taster in die Epigyne (äußere Geschlechtsöffnung) des Weibchens ein. Sonst ist es bei den Spinnen eher umgekehrt der Fall, dass das Männchen die Cheliceren des Weibchens ergreift. Der linsenförmige, 6 bis 7 Millimeter große, weiße Eikokon wird von dem Weibchen nicht im Schlupfwinkel, sondern weiter entfernt an einer versteckten Stelle untergebracht. Das Männchen stirbt kurze Zeit nach der Paarung. Die Lebenserwartung eines Männchens ist nach der Reifehäutung demnach sehr gering.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juni 2008 <1>

Nigma puella
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Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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