Nordamerika-Rohrdommel
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| Nordamerika-Rohrdommel | |
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| Systematik | |
| Klasse: | |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes) |
| Familie: | Reiher (Ardeidae) |
| Unterfamilie: | Dommeln (Botaurinae) |
| Gattung: | Rohrdommeln (Botaurus) |
| Art: | Nordamerika-Rohrdommel |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Botaurus lentiginosus | |
| Rackett, 1813 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC)
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Die Nordamerika-Rohrdommel (Botaurus lentiginosus) zählt innerhalb der Familie der Reiher (Ardeidae) zur Gattung der Rohrdommeln (Botaurus).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Nordamerika-Rohrdommel erreicht eine Körperlänge von 60 bis 70 Zentimeter sowie eine Flügelspannweite von 95 bis 115 Zentimeter. Das Federkleid weist eine überwiegend bräunliche Färbung auf. Das Gefieder ist mit kleinen weißen Federn durchsetzt. Brust und Bauch sind dabei deutlich heller als das Rückengefieder. Der Kehlbereich ist weiß, seitlich am kurzen Hals sind schwärzliche Zeichnungen zu erkennen. Der Schnabel ist mittellang. Er ist an der Oberseite gräulich, an der Unterseite gelblich gefärbt. Die für Reiher kurzen Beine enden in langen Zehen. Beine und Zehen sind graugrün bis olivgrün gefärbt. Im allgemeinen ist die Nordamerika-Rohrdommel ein Standvogel, in nördlichen Verbreitungsgebieten kommt es im Herbst allerdings zum Zug ins südliche Gefilde. Sie lebt überwiegend einzelgängerisch, die Geschlechter treffen sich meist nur zur Paarungs- und Balzzeit. Die Nordamerika-Rohrdommel ist zumeist dämmerungsaktiv.
Verbreitung
Die Nordamerika-Rohrdommel lebt in Nord- und Mittelamerika. Die Population der nördlichen Verbreitungsgebiete im Norden der USA und Kanadas gelten als Zugvögel, die in der karibischen Inselwelt und rund um den Golf von Mexiko überwintern. Die bevorzugten Habitate sind Sumpfgebiete, Mangrovenwälder und ähnliche Lebensräume mit dichter und hoher Vegetation.
Bedrohung, Schutz
Die Nordamerika-Rohrdommel ist massiv durch Lebensraumverlust bedroht. Hauptgrund dürfte die Trockenlegung der Sumpfgebiete sein. Auch die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wie DDT tragen Rückgang der Gesamtpopulation bei. Zudem ist die Nordamerika-Rohrdommel gegen Störungen während der Brutzeit sehr anfällig.
Nahrung
Neben Insekten und Amphibien werden von der Nordamerika-Rohrdommel auch Krebstiere, kleinere Säuger und Reptilien sowie kleinere Fische gefressen. Die Nordamerika-Rohrdommel ist ein Pirschjäger. Sie watet meist durch Flachwasser und stößt bei potentieller Beute schnell mit ihrem kräftigen Schnabel zu. In dichter Ufervegetation ist sie aufgrund ihrer Färbung sehr gut getarnt und wird von Beutetieren meist erst erkannt, wenn es zu spät ist. Beutetiere werden durch Zerdrücken mit dem Schnabel und Schütteln getötet. Beute wird grundsätzlich im Ganzen verschlungen.
Fortpflanzung
Die Paarungszeit beginnt in den meisten Verbreitungsgebieten im Mai. Nordamerika-Rohrdommeln leben in saisonaler Einehe. Einen geeigneten Nistplatz wählt das Weibchen selbst aus. Meist befinden sich die Nester in dichter Ufervegetation am Boden. Auch am Nestbau ist nur das Weibchen beteiligt. Nach der erfolgreichen Kopulation legt sie im Abstand von je einem Tag zwischen vier und fünf bräunliche Eier. Die Brutzeit erstreckt sich über 25 bis 28 Tage. Nach bereits zwei Wochen verlassen die Jungvögel ihr Nest und folgen der Mutter. Nach Verlassen des Nestes bleiben die Jungvögel noch rund vier Wochen bei der Mutter.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel
Vögel (Aves)
Literatur und Quellen
- Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- David Attenborough: Das geheime Leben der Vögel. Verlag: Scherz (1999) ISBN 3502150303

