Onomastus kanoi

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Onomastus kanoi
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Onomastus
Art: Onomastus kanoi
Wissenschaftlicher Name
Onomastus kanoi
Ono, 1995

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035047]

Die Spinnenart Onomastus kanoi gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Onomastus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Onomastus kanoi erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere dunkle Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Onomastus kanoi ähnelt im Aussehen den beiden Arten Asemonea tanikawai und Lyssomanes viridis. Der Panzer von Onomastus kanoi ist breit und ovalförmig sowie länger als breit. Der Kopf wirkt ziemlich abgeflacht und ab den Frontalaugen bis zur Mitte des Körpers geschwungen und verläuft dann ziemlich steil nach unten bis zum hinteren Rand. Die winzigen hinteren Medianaugen, die sich direkt hinter dem vorderen Seitenteil befinden, sind praktisch unsichtbar, das Augenmuster scheint 2,2,2 zu sein. Insgesamt ist der Panzer von einer grünlich-gelben Färbung, mit Ausnahme der Augenbereich, der von einer schwarzer Färbung umgeben ist. Das Opisthosoma ist länglich oval und frontal etwas verbreitert und verläuft bis zum Hinterleibsende spitz zulaufend. Das Ende des Hinterleib ist etwas hell gelblich getönt. Insgesamt ist die Grundfärbung des Körpers ein helles Grün und wirkt fast transparent. Die Beine sind lang, schlank und mit vielen langen, starken Stacheln besetzt und weisen ebenfalls eine hellgrüne bis transparente Färbung auf. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Onomastus kanoi kommt nur in Okinawa vor. Der Lebensraum der Spinne ist der tropische Regenwald. Die lange, grüne Spinne hält sich vorwiegend auf Sträuchern und Pflanzen auf. In der Regel findet man sie auf großen grünen Blättern am Rande des Regenwaldes und in der Nähe von Gärten. Dies läßt den Schluss zu, dass auch diese Spinne sich gerne auf sonnenexponierten Plätzen aufhält. Das Weibchen legt häufig ihr Wohngespinst an der Unterseite der großen grünen Blätter an. <3>

Onomastus kanoi - Männchen
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Onomastus kanoi - Männchen

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

  • Onomastus kanoi - Ono, 1995
  • Onomustus kanoi - Ono, 1995c

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge