Opisthoncus necator

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Opisthoncus necator

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Opisthoncus
Art: Opisthoncus necator
Wissenschaftlicher Name
Opisthoncus necator
L. Koch, 1881

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035073]

Die Spinnenart Opisthoncus necator gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Opisthoncus. Im Englischen wird die Art Thin Jumping Spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Opisthoncus necator erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 8 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 9 bis 10 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Die Spinne ähnelt in Färbung und Muster der Opisthoncus mordax. Allerdings fehlen bei Opisthoncus necator die schwarzen Streifen auf den Femoren und auf dem Opisthosoma. Opisthoncus necator ist an den charakteristischen weißen Ringen auf den Vorderbeinen zu erkennen sowie an der dünnen Körperform und den extrem langen Vorderbeinen. Besonderes Merkmal sind die an den Tarsen befindlichen grau getönten Tarsalklauen. Des Weiteren weist das Opisthosoma bei dieser Art ein weißes Muster auf. Die Grundfärbung des Körpers variiert zwischen einem Hellbraun, Orange oder einem Gelb. Im Bereich oberhalb der Augenregion zeigt sich ein breites rotes Band und auf der Stirnplatte sieht man deutlich ein weiteres schmales schwarzes Band. Die Cheliceren bei dem Männchen sind extrem groß und kräftig entwickelt und weisen eine dunkelbraune Färbung auf. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum anderen, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Opisthoncus necator
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Opisthoncus necator

Verbreitung

Opisthoncus necator kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Papua-Neuguinea, Neusüdwales und Queensland. Sie hält sich überwiegend auf den grünen Blättern von Zitronenbäumen (Citrus × aurantium) auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann und dort auch auf Beutefang geht. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht auf Akazien (Acacia). Man findet die Art häufig in Gärten. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt das Weibchen still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

  • Opisthoncus necator - L. Koch, 1881
  • Opisthoncus necator - L. Koch, 1881a

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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