Palmtangare

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Palmtangare

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Überfamilie: Passeroidea
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Ammern (Emberizinae)
Gattung: Blautangaren (Thraupis)
Art: Palmtangare
Wissenschaftlicher Name
Thraupis palmarum
(Wied, 1821)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Palmtangare (Thraupis palmarum), auch unter dem Synonym Tanagra palmarum bekannt, zählt innerhalb der Familie der Finken (Fringillidae) zur Gattung der Blautangaren (Thraupis). Im Englischen wird die Palmtangare palm tanager genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Palmtangare ist ein mittelgroßer Vogel und erreicht eine Körperlänge von etwa 19,0 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 36,0 Gramm. Beide Geschlechter sind ähnlich gefärbt, obwohl das Weibchen in der Gefiederfärbung etwas blasser wirkt. Das Gefieder weist im Allgemeinen eine graue bis stumpf olivgrüne Färbung auf. Die Schwungfedern sind schwarzbraun getönt und der lange Schwanz ist schwärzlich gefärbt und mit einem grünen Saum besetzt. Im Flug ist die gelb gefärbte Flügelunterseite gut sichtbar.

Lebensweise

Die Männchen treffen auf den Brutplätzen vor den Weibchen ein und stecken ihr Territorium ab, indem sie jenes Territorium wählen, wo die Bäume recht hoch gewachsen sind. Das Männchen deutet mit seinem Gesang gegenüber den anderen Männchen an, dass dieses Territorium besetzt ist, wogegen die Weibchen durch den Gesang des Männchens angelockt werden. Der Balztanz ist ziemlich einfach gehalten. Das Männchen flattert von Zweig zu Zweig, wobei die Zweige sich in der Nähe des Bodens befinden. Während der Brutsaison füttert das Männchen oft seine Partnerin. Wenn die Palmtangare bedroht wird, dann greift sie in einem Sturzflug den Eindringling laut schreiend an.

Unterarten

Palmtangare bei der Nahrungsaufnahme
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Palmtangare bei der Nahrungsaufnahme

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt die Palmtangare in folgenden Ländern vor: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Honduras, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad und Tobago sowie Venezuela. Die Palmtangare hält sich in folgenden Lebensräumen auf: Subtropische und tropische feuchte Tieflandwälder, subtropische und tropische feuchte Montanwälder, Trockensavannen, subtropische und tropische trockene Heideflächen, subtropische und tropische feuchte Heideflächen, Plantagen sowie subtropische und tropische stark degradierte ehemalige Wälder.

Ernährung

Zum Nahrungsspektrum der Palmtangare zählt eine Vielzahl von Früchten, Beeren und von allerlei Obst. Darüber hinaus ernährt sich die Palmtangare regelmäßig vom Nektar und auch von Insekten (Insecta) wie Blattläuse (Aphidoidea), Käfer (Coleoptera), Ameisen (Formicidae), Termiten (Isoptera), Spanner (Geometridae) und deren Raupen. Vor allem während der Brutzeit werden viele Insekten (Insecta) erbeutet.

Fortpflanzung

Palmtangare bei der Nahrungsaufnahme
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Palmtangare bei der Nahrungsaufnahme

Die Paarungszeit und die Brutsaison beginnen im Monat September. Das Nest der Palmtangare ist ein flaches tassenförmiges Gebilde, das in einer Woche oder weniger von dem Weibchen gebaut wird. Das Nest besteht aus Zweigen, Wurzelfasern, groben Gräsern und Grashalmen. Das Innere des Nestes ist mit feinen Gräsern ausgepolstert. Das Nest wird meistens in einer Palme errichtet oder unter dem Dach eines Hauses. Das Weibchen bebrütet drei, manchmal auch nur zwei Eier. Die Eier sind cremefarbig und braun-gestromt. Die Inkubation dauert etwa 13 bis 14 Tage und wird nur durch das Weibchen gewährleistet. Nach dem Schlupf werden die Küken von dem Männchen und von dem Weibchen reichlich mit Nahrung in Form von Insekten (Insecta) versorgt. Das Nest wird von den beiden Altvögeln immer sauber gehalten, indem sie den Kot der Küken aus dem Nest tragen. Die Jungvögel verlassen das Nest im Alter von etwa neun bis fünfzehn Tagen. Die Jungvögel ähneln den im Ruhekleid befindlichen Altvögeln und wirken aber insgesamt glanzloser in der Gefiederfärbung. Nach etwa 17 Tagen sind die Jungvögel flügge und verlassen das Nest.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Palmtangare heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Die Palmtangare ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Palmtangare selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird die Palmtangare als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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