Pantherchamäleon

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Pantherchamäleon

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)
Gattung: Furcifer
Art: Pantherchamäleon
Wissenschaftlicher Name
Furcifer pardalis
(Cuvier, 1829)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis), auch unter dem Synonym Chamaeleo pardalis bekannt, zählt innerhalb der Familie der Chamäleons (Chamaeleonidae) zur Gattung Furcifer. Im Englischen wird das Pantherchamäleon panther chameleon genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Männchen des besonders farbenprächtigen Pantherchamäleon erreicht eine Länge von bis zu 55 cm, Weibchen werden ca. 35 cm groß. Diese sehr anpassungsfähige Chamäleonart tritt in ihren Verbreitungsgebieten in vielen verschiedenen Farbvariationen auf. Die Grundfärbung der Männchen reicht von olivgrün, über beige bis hellbraun. Die Körperoberfläche ist mit mehreren Querbändern durchzogen, die rot, blau in verschiedenen Tönen, braun oder türkis ausfallen können. Weibchen sind insgesamt mehr auf Tarnung bedacht und somit dezenter gefärbt. Die Färbung reicht von olivgrün bis hellbraun und ist mit dezenten roten, orangen oder lilafarbenen Zeichnungen versehen. Auf dem Rücken haben die Pantherchamäleons einen Kamm mit kleinen gezackten Schuppen. Bei den Männchen ist der Fettkamm am Hinterkopf besonders ausgeprägt. Pantherchamäleons sind regelrechte Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit zueinander finden. In der Natur erreichen sie ein Alter von rund 2 Jahren. In Gefangenschaft werden sie teilweise bis zu 6 Jahren alt.

Verbreitung

Pantherchamäleons leben in Freiheit nur auf Madagaskar sowie einigen angrenzenden Inseln. Sie leben auf Büschen oder Bäumen, sind aber auch in der Nähe von Wirtschaftsflächen wie Äckern und Gärten zu finden.

Ernährung

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Sie sind reine Fleischfresser und leben hauptsächlich von Insekten und deren Larven. In Gefangenschaft fressen sie aber auch nestjunge Mäuse.

Fortpflanzung

Die Pantherchamäleons erreichen ihre Geschlechtsreife mit gut 9 Monaten. Zur Balz kleidet sich das Männchen in ein farbenprächtiges Kleid um der Umworbenen und seiner männlichen Konkurrenz zu beeindrucken. Nach einer erfolgreichen Paarung ist zu beobachten, daß sich das Weibchen eine farbenprächtige Färbung zulegt. Die Trächtigkeit dauert etwa 30 bis 45 Tage. Die 10 bis 40 Eier legt sie an einem geschützten Platz in eine Erdhöhle. Die Jungtiere schlüpfen nach durchschnittlich 220 Tagen. Die Inkubationszeit hängt von der Bruttemperatur ab und kann daher stark variieren. Die Jungtiere haben anfangs noch ein Tarnkleid, daß sich erst später zur endgültigen Färbung ändert.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört das Pantherchamäleon heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Das Pantherchamäleon ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt das Pantherchamäleon selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird das Pantherchamäleon als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Chamäleons (Chamaeleonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534

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