Pappogeomys bulleri

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Pappogeomys bulleri

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Taschenratten (Geomyidae)
Unterfamilie: Geomyinae
Tribus: Geomyini
Gattung: Pappogeomys
Art: Pappogeomys bulleri
Wissenschaftlicher Name
Pappogeomys bulleri
(Thomas, 1892)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Pappogeomys bulleri zählt innerhalb der Familie der Familie der Taschenratten (Geomyidae) zur momotypischen Gattung Pappogeomys. Im Englischen wird die Taschenratten Buller's Pocket Gopher genannt.

Inhaltsverzeichnis

Fossile Funde

Die ältesten fossilen Funde von Vertretern der Gattung Pappogeomys stammen aus dem späten Pliozän und weisen somit ein Alter von etwa 1,8 bis 2,5 Millionen Jahren auf. Die Funde stammen im Wesentlichen aus Arizona und konnten der ausgestorbenen Art Pappogeomys bensoni zugeordnet werden. Die ersten fossilen Funde von Pappogeomys bulleri stammen aus dem Pleistozän (1,8 Millionen Jahren bis vor 11.780 Jahren) (Soler-Frost, Medellín & Cameron, 2003).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Pappogeomys bulleri erreicht je nach Unterart und Geschlecht eine Gesamtlänge von 192 bis 247 mm, eine Körperlänge von 130 bis 175 mm, eine Schwanzlänge von 50 bis 85 mm, eine Ohrlänge von 6,5 bis 8,0 mm, eine Hinterfußlänge von 28 bis 35 mm, eine Jochbeinbreite von 21,4 bis 27,8 mm sowie eine Condylobasallänge von 33,1 bis 45,5 mm. Weibchen bleiben insgesamt ein wenig kleiner und leichter als Männchen. Der Dimorphismus ist jedoch nur marginal. Pappogeomys bulleri albinasus ist die größte Unterart. Markantes Merkmal von Pappogeomys bulleri ist ein weißlicher bis hellbrauner Fleck im Bereich der Nasenspitze. Das weiche und bis zu 10 mm lange Fell weist dorsal eine hellgraue bis dunkelgraue Färbung auf, wobei die Haarspitze je nach Unterart zimtbraun bis orangerot gefärbt sind. Der Schwanz dieser Taschenratte ist nackt und leicht weißlich gefärbt. Weibchen verfügen über 3 Paar Zitzen. Davon liegen 1 Paar im Brustbereich (pectoral) und 2 Paar im Leistenbereich (inguinal) (Soler-Frost, Medellín & Cameron, 2003).

Unterarten

Verbreitung

Pappogeomys bulleri ist im westlichen und zentralen Mexiko endemisch. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die küstennahen mexikanischen Bundesstaaten Nayarit, Jalisco, Colima und Michoacán. Je nach Unterart kommt Pappogeomys bulleri bis in Höhen von 1.980 Meter, lokal sogar bis in Höhen von gut 3.000 über NN vor (Soler-Frost, Medellín & Cameron, 2003). Pappogeomys bulleri lebt bevorzugt in Kiefern- und Eichenwäldern. In Höhenlagen oberhalb der Baumgrenzen kommen die Tiere auch im Gras- und Buschland vor. In der Nähe des Menschen ist Pappogeomys bulleri auch Nahe von Getreidefeldern oder auf offenen Feldern zu Hause. Aride bis semiaride Lebensräume werden bevorzugt bewohnt. Die Böden im Lebensraum der Tiere sind für gewöhnlich vulkanischen Ursprungs (Soler-Frost, Medellín & Cameron, 2003).

Ernährung

Pappogeomys bulleri ernährt sich hauptsächlich von Zweigen und Stängeln verschiedener Sträucher, Büschen und Gräser (Soler-Frost, Medellín & Cameron, 2003).

Ökologie und Lebensweise

Über die Verhaltens- und Lebensweise, einschließlich des Paarungsverhaltens ist so gut wie nichts bekannt. Pappogeomys bulleri gilt als nicht gefährdet und wird daher in der Roten Liste der IUCN als Least Concern (LC) geführt (Soler-Frost, Medellín & Cameron, 2003).

Synonyme

Nach Wilson & Reeder (2005) ist Pappogeomys bulleri und deren Unterarten unter zahlreichen Synonymen bekannt. Dies sind flammeus (Goldman, 1939), lagunensis (Goldman, 1939) und nelsoni (Merriam, 1895). Die genannten Synonyme sind ungültig.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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