Passionsblumenfalter

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Passionsblumenfalter
Passionsblumenfalter - Weibchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Gattung: Dryas
Art: Passionsblumenfalter
Wissenschaftlicher Name
Dryas julia
(Fabricius, 1775)

Der Passionsblumenfalter (Dryas julia), auch Flamme genannt, zählt innerhalb der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) zur Gattung Dryas. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Passionsblumenfalter gehört zu den größeren Edelfaltern und erreicht eine stattliche Spannweite von acht bis neun cm. Die Flügel der Männchen sind auffallend orange gefärbt. Ein dunkler Saum zieht sich um den gesamten Flügel. Im lezten Drittel eines Flügels ist ein dunkler Querstreifen erkennbar. Im ersten Drittel weisen die Flügel unten einen gezackten Rand auf. Die Flügel der Weibchen sind etwas weniger kräftig gefärbt. Die Unterseite der Flügel ist bei beiden Geschlechtern hellbraun gefärbt. Der Körper weist eine orangefarbene Färbung auf, der Thorax ist überwiegend braun gefärbt. Der Kopf ist durch zwei große komplexe Augen gekennzeichnet, die Fühler sind mittellang und am Ende leicht verdickt.

Lebensweise

Die Flugzeit der Passionsblumenfalter erstreckt sich über den Sommer.

Verbreitung

Laub der Blauen Passionsblume (Passiflora caerulea)
vergrößern
Laub der Blauen Passionsblume (Passiflora caerulea)

Passionsblumenfalter sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich hier bis in den Süden Brasiliens. Auch in Mittelamerika sind sie ein oft gesehener Falter. In Nordamerika sind sie bis auf Höhe von Florida verbreitet. Sie bevorzugen subtropische Habitate wie Waldränder und Wiesen.

Ernährung

Die Passionsblumenfalter ernähren sich von Pollen, Nektar und Pflanzensäften. Die Raupen ernähren sich von den giftigen Blättern der Passionsblume. Die Giftigkeit geht dabei auf die Raupen über und macht sie für Fressfeinde ungenießbar.

Fortpflanzung

Im Zuge der Paarung markieren Männchen ihr Weibchen mit einer Duftmarke. Diese Duftmarke ist für Rivalen ein Zeichen dafür, dieses Weibchen unbehelligt zu lassen. Die Paarung erfolgt kopfüberhängend an Blättern. Das Weibchen legt ihre Eier einzeln an die Unterseite von Passionsblumenblätter. Die Raupen schlüpfen im Spätsommer und ernähren sich von den Blättern der Passionsblume. Die Überwinterung erfolgt als Puppe. Im Sommer schlüpft dann die neue Generation von Passionsblumenfaltern. Die Falter haben mit ein bis zwei Monaten eine relativ hohe Lebenserwartung.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
'Persönliche Werkzeuge