Pelegrina galathea

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Pelegrina galathea
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Pelegrina
Art: Pelegrina galathea
Wissenschaftlicher Name
Pelegrina galathea
(Walckenaer, 1837)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035227]

Die Spinnenart Pelegrina galathea gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Pelegrina.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Pelegrina galathea erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 4,2 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus auf. Das Männchen ist weitaus prächtiger gefärbt als das Weibchen. Die Grundfärbung des Körpers ist eine blasse bis dunkle rotbraune Färbung. Der breite Carapax, das Prosoma sowie das Opisthosoma weisen bei dem Männchen deutliche gesprenkelte weiße Markierungen auf, ebenfalls sind die Cheliceren und die Beine sehr auffällig weißlich bis gelblich beringelt. Das Weibchen weist dieselben Markierungen auf, allerdings ist das Weibchen insgesamt dunkler gefärbt als das Männchen. Eine ähnliche Färbung weisen die beiden anderen Arten Pelegrina dithalea und Pelegrina proxima auf. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Pelegrina galathea kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Bermuda, Kanada, Costa Rica, Guatemala, Mexiko, Arkansas, Karolina, Florida, Georgia, Kansas, Michigan, Pennsylvania sowie Texas. Die Spinne hält sich gerne an sonnenbeschienenen Plätzen wie zum Beispiel auf brachliegenden Ackerflächen auf, gelegentlich findet man sie auch an Schmetterlingsflieder (Buddleja) und an Mohrenhirse (Sorghum bicolor), wo sie vor allem schädliche Insekten vertilgt und spielt somit eine bedeutende Rolle in der biologischen Kontrolle von schädlichen Insekten. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) und Pflanzenläuse (Sternorrhyncha) wie zum Beispiel Blattläuse erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Pelegrina galathea - Weibchen
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Pelegrina galathea - Weibchen

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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