Pellenes nigrociliatus

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-====Dissertationen==== 
-*Dipl. Biol. Dr. METZNER, H. (1999): Die Springspinnen (Arachnida, Araneae, Salticidae) Griechenlands. Andrias 14: 1-279, Karlsruhe. [http://www.jumping-spiders.com Homepage von Dipl. Biol. Dr. H. METZNER] 
====Literatur und Quellen==== ====Literatur und Quellen====
 +*Dipl. Biol. Dr. METZNER, H. (1999): Die Springspinnen (Arachnida, Araneae, Salticidae) Griechenlands. Andrias 14: 1-279, Karlsruhe.
*Heiko Bellmann, ''Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer'', Kosmos, 2006 <small>ISBN 3440107469</small> *Heiko Bellmann, ''Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer'', Kosmos, 2006 <small>ISBN 3440107469</small>
*Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, ''Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere'', Urania, Freiburg, 1994 <small>ISBN 3332005022</small> *Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, ''Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere'', Urania, Freiburg, 1994 <small>ISBN 3332005022</small>
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*<sup>[1]</sup>[[Pellenes nigrociliatus#Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick|'''↑''']] {{Kap|Platnick, Norman I.}} (2008): [http://research.amnh.org/entomology/spiders/catalog/SALTICIDAE.html FAM. SALTICIDAE Blackwall, 1841: 616 [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035300]], version 9.5. ''American Museum of Natural History''. *<sup>[1]</sup>[[Pellenes nigrociliatus#Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick|'''↑''']] {{Kap|Platnick, Norman I.}} (2008): [http://research.amnh.org/entomology/spiders/catalog/SALTICIDAE.html FAM. SALTICIDAE Blackwall, 1841: 616 [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035300]], version 9.5. ''American Museum of Natural History''.
*[http://salticidae.org/salticid/Diagnost/pellenes/nigroc-l.htm ''Pellenes nigrociliatus'' (Simon, 1875)] *[http://salticidae.org/salticid/Diagnost/pellenes/nigroc-l.htm ''Pellenes nigrociliatus'' (Simon, 1875)]
-*[http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://www.salticidae.de/php/tax_content_set.php%3Fid%3D3392&sa=X&oi=translate&resnum=5&ct=result&prev=/search%3Fq%3DPellenes%2Bnigrociliatus%26hl%3Dde ''Pellenes nigrociliatus'' (♂,♀) (Simon, 1875)]+*[http://www.jumping-spiders.com/index_wiki.php?id=3392 ''Pellenes nigrociliatus'' (♂,♀) (Simon, 1875)]
[[Kategorie:Springspinnen]] [[Kategorie:Springspinnen]]
[[Kategorie:LSID-Kennung]] [[Kategorie:LSID-Kennung]]

Version vom 20:19, 18. Apr 2009

Pellenes nigrociliatus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Pellenes
Art: Pellenes nigrociliatus
Wissenschaftlicher Name
Pellenes nigrociliatus
(Simon, 1875)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035300]

Die Spinnenart Pellenes nigrociliatus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Pellenes.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Pellenes nigrociliatus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 7 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Das Prosoma des Männchens weist dorsal eine dunkelbraune Färbung auf und ist mit einem weiß behaarten schwarzen Rand versehen. Die Augenumrandungen sind schwarz getönt. Hinter den hinteren Lateralaugen zeigt sich ein halbmondförmiger orangefarbener Fleck, der mit weißen Schuppenhaaren besetzt ist. Die Kopfplatte ist schwarz beborstet und zwischen den vorderen Lateralaugen befindet sich eine dünne weiße Haarbande. Die Clypeus-Unterkante ist dicht weiß beschuppt und die Cheliceren sind im oberen Drittel mit weißen Längsbanden aus Schuppenhaaren versehen, GAB braun. Die Maxillen, das Labium und das Sternum weisen eine dunkelbraune Färbung auf, letzteres ist mit weißen Härchen bedeckt. Das Opisthosoma weist dorsal eine dunkelbraune Färbung auf und ist mit einer hellen Punktierung versehen. Im vorderen Drittel zeigt sich eine weiße Äquatorialbande und median befinden sich eine weiße Längsbande sowie je zwei laterale Schrägstreifen. Der Hinterleib ist ventral hell dunkelbraun gemustert und mit zwei medianen beigefarbenen Punktreihen besetzt. Die Spinndüsen sind von einer dunkelbraunen Färbung. Die Beine des Männchens sind orangebraun getönt und weisen braune Längsstreifen sowie weiße Schuppenhärchen und helle Tarsen auf. Das erste Beinpaar ist basal hell und distal dunkler getönt. Die Pedipalpen weisen eine dunkelbraune Färbung auf und die Femoren sowie die Palpen sind mit einer weißen Behaarung besetzt. Eine Bestachelung an den Femoren, Palpen, Tibien und Metatarsen ist vorhanden. Bei dem Weibchen sind Färbung und Zeichnung wie bei dem Männchen identisch, jedoch erscheint das erste Beinpaar in seiner Färbung etwas dunkler. Die Tarsen weisen eine gelbe Tönung auf und sind mit abstehenden weißen Härchen besetzt. Auch bei dem Weibchen ist eine Bestachelung an den Femoren, Palpen, Tibien und Metatarsen vorhanden.

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum anderen, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Als Rückzugsort und Eiablageplatz benutzt die Spinne in niederer Vegetation durch Spinnseide in 1 bis 3 Zentimeter Höhe aufgehängte Schneckengehäuse.

Pellenes nigrociliatus
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Pellenes nigrociliatus

Verbreitung

Pellenes nigrociliatus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Österreich, Aserbaidschan, Bulgarien, Kanarische Inseln, China, Kroatien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Israel, Italien, Mazedonien, Polen, Rhodos, Rumänien, Russland, Serbien und Montenegro, Sizilien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Tadschikistan, Türkei, Bosnien und Herzegowina. Die Spinne ist wärmeliebend und bevorzugt Sanddünnen und Sandstellen im trockenen Rasen. Des Weiteren hält sie sich gerne in Silbergrasfluren sowie in Kalk- und Felsensteppen auf. Häufig bevorzugt die Spinne aber auch sonnenexponierte, steinige und sandige Flächen auf Terrassen eines Bachtales oder hält sich in angrenzenden Platanenhainsäume auf.

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen nähert sich dem Weibchen, wenn es empfänglich ist. Dabei hält das Männchen kurz an, um das dritte Bein vertikal ruckartig zu senken und die anderen Beine auf die gleiche Weise zu heben und zu senken. Wenn das Weibchen nach wie vor interessiert ist, dann bewegt sich das Männchen aufgeregt nach vorn und das Heben und Senken der dritten Beine steigert sich, gleichzeitig stößt er die dritten Beine steif auf das Substrat und springt an dieser Stelle nach vorn. Dies wird mehrere Male wiederholt. Befindet sich das Männchen etwa drei Zentimeter von dem Weibchen entfernt, dann richtet das Männchen plötzlich das Opisthosoma hoch auf und entfaltet dabei die Hautklappen, wodurch ein nahezu runder, hell gefärbter Fächer entsteht, ähnlich wie bei einem Pfau. Dieser Fächer wird von den dritten Beinen flankiert, die aufrecht und gerade nach oben gerichtet sind. Das Männchen schüttelt kräftig das aufgefächerte Opisthosoma und bewegt sich ruckelnd vor dem Weibchen hin und her und verringert so unmerklich die Distanz zwischen ihm und dem Weibchen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Die ganze Prozedur kann bis zu zwei Stunden dauern. Als Eiablageplatz benutzt die Spinne in niederer Vegetation durch Spinnseide in 1 bis 3 Zentimeter Höhe aufgehängte Schneckengehäuse, in die das Weibchen seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Pellenes nigrociliatus
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Pellenes nigrociliatus

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge