Peromyscus furvus

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Peromyscus furvus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Peromyscus furvus
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus furvus
J. A. Allen & F. M. Chapman, 1897

IUCN-Status
Data Deficient (DD)

Peromyscus furvus gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Blackish Deer Mouse genannt. Die Art ist monotyoisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Peromyscus furvus ist einer der größten Mitglieder der Weißfußmäuse (Peromyscus). Die größte Ähnlichkeit weist die Art mit der Kalifornischen Maus (Peromyscus californicus) auf, jedoch sind die Ohren von Peromyscus furvus proportional gesehen ein Drittel kleiner. Auch das Fell ist insgesamt ein wenig dunkler und der Schwanz ist nackt. Von den anderen ähnlichen Arten, der Aztekenmaus (Peromyscus aztecus), Peromyscus pectoralis, Peromyscus boylii und der Weißfußmaus (Peromyscus leucopus) ist Peromyscus furvus leicht anhand der Größe zu unterscheiden. Von den Thomas-Hirschmäusen (Megadontomys) kann die Art anhand der Größe und der Schädelmorphologie unterschieden werden (Rogers & Skoy, 2011).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Peromyscus furvus erreicht je nach Geschlecht und Population eine Körperlämge von 114 bis 152 (128) mm, eine Schwanzlänge von 112 bis 142 (131) mm, eine Hinterfußlänge von 22 bis 25 (23,4) mm, eine Schädellänge von 31,9 bis 36,8 (34,5) mm, eine Hirnschädellänge von 15,2 bis 16,2 (15,7) mm und eine Hirnschädelbreite von 13,6 bis 14,8 (14,4) mm. Männchen werden unwesentlich größer als Weibchen. Die Ohren sind dunkel gefärbt, groß, nackt und membranös. Das Fell ist wollig, es fehlt jedoch an Glanz. Dorsal weist das Fell eine Länge von rund 11 mm auf. Rund um die Augen zeigt sich ein schwarzer Ring. Das Fell auf dem Rücken und Kopf ist dunkelbraun gefärbt und schwärzlich gesprenkelt. Lateral zeigt sich eine vräunliche Färbung, die Füße sind weiß, die Bauchseite ist weißlich bis hellgrau gefärbt. Das Gebiss verfügt über 16 Zähne, die zahnmedizinische Formel lautet i1/1, c0/0, p0/0, m3/3. Die Molaren sind bunodont, das heisst es sind zahnkronen vorhanden. Peromyscus furvus verfügt über 13 Brustwirbel, 6 Lendenwirbel und 32 bis 36 Schwanzwirbel (Rogers & Skoy, 2011).

Verbreitung

Peromyscus furvus ist im nordöstlichen Mexiko an den Osthängen der Sierra Madre Oriental vom südöstlichen San Luis Potosí nördlich bis ins zentrale Oaxaca. Die genauen Grenzen des Verbreitungsgebietes sind jedoch nicht genau definiert. Die Art ist ausschließlich inn Höhenlagen zwischen 650 und 2.900 m über NN anzutreffen. Die meisten Sichtungen stammen aus Höhen von 1.200 und 2.200 m. Peromyscus furvus besiedelt überwiegend kühle, feuchte Wälder. Die Habitate bestehen aus Bäumen wie Eichen (Quercus), Erlen (Alnus), verreinzelten Kiefern (Pinus) sowie Bromeliengewächsen (Bromeliaceae). Am Boden finden sich Kermesbeeren (Phytolacca), Brombeeren ('Rubus) sowie Farne und Moose. Fossile Funde sind nicht bekannt (Rogers & Skoy, 2011; IUCN, 2014).

Biozönose

Seinen Lebensraum teilt Peromyscus furvus mit zahlreichen kleinen Säugetieren. Dies sind insbesondere Oryzomys melanotis, Oryzomys rhabdops, die Mexikanische Zwergbeutelratte (Marmosa mexicana), die Vesperratte (Nyctomys sumichrasti), Oryzomys couesi , Reithrodontomys megalotis, Reithrodontomys mexicanus, Reithrodontomys sumichrasti, das Deppes Hörnchen (Sciurus deppei), das Rotbauchhörnchen (Sciurus aureogaster), Oryzomys chapmani, Oligoryzomys fulvescens, Peromyscus beatae, Sorex saussurei, Cryptotis mexicana, Handleyomys alfaroi, Microtus quasiater, Sorex macrodon, das Südopossum (Didelphis marsupialis) und Peromyscus levipes (Rogers & Skoy, 2011).

Ernährung

Über die Ernährung ist im Wesentlichen nichts bekannt. Bei Magenanalysen konnten nur die Früchte von Kermesbeeren (Phytolacca) und Brombeeren ('Rubus) identifiziert werden (Rogers & Skoy, 2011).

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten der Art ist nur wenig bekannt. Nach einhelliger Meinung erstreckt sich die Fortpflanzung über das ganze Jahr, da zu jeder Jahreszeit Nachwuchs, säugende Weibchen und fortpflanzungsfähige Männchen gesichtet wurden. Die Geschlechtsreife wird wahrscheinlich im Alter von 6 Wochen erreicht. Die Geschlechter treffen nur kurz während der Paarungszeit aufeinander. Um die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich daher ausschließlich das Weibchen. Ein Wurf besteht durchschnittlich aus 2 Jungtieren (Rogers & Skoy, 2011).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Der Gefährdungsgrad von Peromyscus furvus ist unbekannt. Die Art wird in der Roten Liste der IUCN daher in der Kategorie DD, Data Deficient, geführt. Offensichtlich gibt es keine größeren Bedrohungen für die Art. Jedoch ist der Populationsstatus unbekannt (IUCN, 2014).

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

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