Peromyscus levipes

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Peromyscus levipes
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Peromyscus levipes
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus levipes
Merriam, 1898

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Peromyscus levipes gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Nimble-footed Deer Mouse oder Nimble-footed Mouse genannt. Es sind 2 Unterarten bekannt (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Peromyscus levipes erreicht je nach Unterart und Geschlecht eine Gesamtlänge von 180 bis 220 (205,1) mm, eine Schwanzlänge von 91 bis 115 (103,5) mm, eine Hinterfußlänge von 22 bis 24 (23,0) mm, eine Ohrlänge von 19 bis 22 (20,3) mm, eine Schädellänge von 26,6 bis 30,0 (28,3) mm, eine Jochbeinbreite von 13,4 bis 15,0 (14,2) mm, eine Hirnschädelbreite von 12,2 bis 13,4 (12,8) mm, eine Hirnschädeltiefe von 9,5 bis 10,5 (10,0) mm sowie ein Gewicht von 20 bis 29 g. Das Fell ist im Wesentlichen orangebraun gefärbt, wobei das Fell mit dunklen Haaren durchsetzt ist. Lateral geht die Fellfärbung in ein gelblichbraun über. Ventral zeigt sich eine weißliche Färbung, ein dunkler Brustfleck kann vorhanden sein. Im Bereich der Augen ist ein schwarzer Orbitalring zu erkennen. Die Ohren sind dunkel gefärbt. Das Fell am Sprunggelenk ist weiß. Der Schwanz ist deutlich zweifarbig, dunkelbraun oben, weiß unten. Die Schwanzspitze ist durch einen Haarbüschel gekennzeichnet. Peromyscus levipes hat einen kurzen und breiten Schädel. Der Hirnschädel ist abgerundet und der Jochbogen verläuft fast parallel. Der Phallus (Penis) von Peromyscus levipes ist länglich, das Baculum stabförmig (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Lebensweise

Über die Lebensweise und die Ernährung ist im Wesentlichen nichts bekannt (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Unterarten

Verbreitung und Lebensraum

Peromyscus levipes ist in den Bergregionen des östlichen Mexiko endemisch. Die Vorkommen erstrecken sich vom zentralen Nuevo León bis ins westliche Tamaulipas entlang der Sierra Madre Oriental, sowie bis ins zentrale Veracruz. Die Lebensräume liegen in Höhen von 690 bis 3.100 m über NN. Die Tiere besiedeln meist Eichenwälder oder Mischwälder mit Kiefern und Eichen. Felsige Hänge werden dabei bevorzugt besiedelt. Aber auch entlang von Bachläufen mit hoher Grasabdeckung ist Peromyscus levipes anzutreffen. Zu den typischen Gewächsen im Lebensraum der Tiere zählen Balsambaumgewächse (Burseraceae) wie Bursera grandifolia, Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) wie Daphnopsis americana, Hülsenfrüchtler (Fabaceae) wie Enterolobium cyclocarpum, Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) wie Euphorbia fulva, Maulbeergewächse (Moraceae) wie Ficus petiolaris, Malvengewächse (Malvaceae) wie Guazuma ulmifolia, Goldpflaumengewächse (Chrysobalanaceae) wie Licania arborea, Mimosengewächse (Mimosoideae) wie Lysiloma divaricata, Pithecellobium dulce und Pithecellobium dulce, Kakteengewächse (Cactaceae) wie Neobuxbaumia mezcalaensis, Stenocereus beneckei, Stenocereus stellatus und Pachycereus weberi sowie Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) wie Sapindus saponaria (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Biozönose

Sympatrie

Die Art lebt in Sympatrie zu anderen nah verwandten Arten wie der Schwarzohrmaus (Peromyscus melanotis), der Aztekenmaus (Peromyscus aztecus), Peromyscus boylii und Peromyscus beatae (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Prädatoren und Parasiten

In Feldstudien konnten zahlreiche Ektoparasiten nachgewiesen werden. Hier sind vor allem Flöhe (Siphonaptera) wie Jellisonia bonia, Jellisonia grayi, Jellisonia hayesi, Pleochaetis mundus, Plusaetis dolens, Plusaetis mathesoni, Plusaetis parus, Plusaetis sibynus, Ctenophthalmus pseudagyrtes, Stenoponia Ponera, Strepsylla mina, Atyphloceras tancitari und Hystrichopsylla orophila zu nennen. Zu den natürlichen Feinden zählen insbesondere die Schleiereule (Tyto alba) und der Sprenkelkauz (Strix virgata). Dies haben entsprechende Kotanalysen bei den Prädatoren ergeben (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten ist nur wenig bekannt. Man geht davon aus, dass die Art 2 bis 3 Würfe pro Jahr produziert. Die Fortpflanzung erfolgt demnach annähernd ganzjährig (Álvarez-Castaneda & González-Ruíz, 2007).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Peromyscus levipes gehört heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Peromyscus levipes wird in der Roten Liste der IUCN daher in der Kategorie LC, Least Concern geführt. Die größte Bedrohung geht mittlerweile von der Vernichtung der natürlichen Lebensräume aus. Hier ist insbesondere die intensive Landwirtschaft zu nennen (IUCN, 2013).

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

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