Pemberton-Hirschmaus

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Pemberton-Hirschmaus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Pemberton-Hirschmaus
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus pembertoni
Burt, 1932

IUCN-Status
Extinct (EX)

Die Pemberton-Hirschmaus (Peromyscus pembertoni), die auch als Pemberton-Canyonmaus oder Pemberton-Weißfußmaus bekannt ist, gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Pemberton's Deer Mouse oder San Pedro Nolasco Deer Mouse genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt. William Henry Burt, der Erstbeschreiber des Taxons, benannte die Pemberton-Hirschmaus nach dem Ornithologen John Roy Pemberton (Alvarez-Castañeda & Calva 2003).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Pemberton-Hirschmaus erreicht eine Gesamtlänge von 208,6 bis 212,6 (210,6) mm, eine Schwanzlänge von 104,9 mm, eine Hinterfußlänge von 24,37 bis 24,77 (24,57) mm, eine Schädellänge von etwa 27,34 mm sowie eine Jochbeinbreite von 14,35 mm. Das Fell ist dorsal zimtbraun bis hell orangebraun gefärbt. Der Kopf ist blasser gefärbt als der Rücken. Ventral zeigt sich eine weißliche Färbung. Auch der Schwanz ist zweifarbig, die Schwanzoberseite ist bräunlich, die Unterseite weist eine weißliche Färbung auf. Der Schädel ist ausgesprochen robust gebaut. Der Penisknochen (Baculum) erreicht eine Länge von 10,3 bis 11,3 (10,75) mm und eine basale Breite von 2,05 mm. Das kräftige Gebiss besteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 1/1, 3/3 (Alvarez-Castañeda & Calva 2003).

Lebensweise

Über die Lebensweise, die Ernährung und die Fortpflanzung ist nichts bekannt.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Pemberton-Hirschmaus erstreckt sich ausschließlich über Isla San Pedro Nolasco, die sich im Golf von Kalifornien unweit der Küste befindet. Isla San Pedro Nolasco weist eine Größe von gut 3,2 km² auf und ist etwa 10 km von der Küste entfernt. Die Art lebte in Lebensraum- und Nahrungskonkurrenz zur Pinselhirschmaus (Peromyscus boylii glasselli). Andere Säugetiere sind auf Isla San Pedro Nolasco nicht anzutreffen. Grasige Hügel und Heidelandschaften bildeten den natürlichen Lebensraum. Zu den auf Isla San Pedro Nolasco typischen Pflanzen gehören unter anderem Balsambaumgewächse (Burseraceae) wie Bursera microphylla, Opuntien (Opuntia) der Art Opuntia fulgida, Cardón-Kandelaberkaktus (Pachycereus pringlei), Jojoba (Simmondsia chinensis), Orgelpfeifenkaktus (Stenocereus thurberi), Kakteengewächse (Cactaceae) wie Echinocereus websterianus, Mammillaria multidigitata und Mammillaria tayloriorum, Malvengewächse (Malvaceae) wie Melochia tomentosa, Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) der Arten Pedilanthus macrocarpus, Euphorbia magdalenae und Jatropha cuneata sowie Heidekrautartige (Ericales) wie Fouquieria diguetii (Alvarez-Castañeda & Calva 2003).

Aussterben

Der Erstentdecker William Henry Burt sammelte im Jahre 1931 einige wenige Exemplare. Bekannt sind lediglich 12 Tiere. In den Jahrzehnten danach gelang es nicht mehr ein Exemplar zu fangen. Daher geht man davon aus, dass die Art ausgestorben ist. Demzufolge wird die Pemberton-Hirschmaus in der Roten Liste der IUCN als ausgestorben (EX, Extinct) geführt. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Einige Forscher gehen davon aus, dass die Lebensraum- und Nahrungskonkurrenz zur Pinselhirschmaus (Peromyscus boylii glasselli) den Ausschlag gegeben hat. Die Pemberton-Hirschmaus war der Pinselhirschmaus offensichtlich nicht gewachsen und wurde immer weiter zurückgedrängt (Alvarez-Castañeda & Calva 2003).

Anhang

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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