Persischer Leopard

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Persischer Leopard

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Großkatzen (Pantherinae)
Gattung: Panthera
Art: Leopard (Panthera pardus)
Unterart: Persischer Leopard
Wissenschaftlicher Name
Panthera pardus saxicolor
Pocock, 1927

IUCN-Status
Endangered (EN)

Der Persische Leopard (Panthera pardus saxicolor) ist eine Unterart und zählt zur Art Leopard (Panthera pardus) und gehört zur Familie der Katzen (Felidae) sowie zur Gattung der Panthera. Er ist eine von rund 12 Unterarten des Leoparden im asiatischen Raum.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Persische Leopard erreicht ein Körperlänge von bis zu 150 cm, eine Schulterhöhe von bis zu 82 cm, eine Schwanzlänge von gut 50 bis 60 cm sowie ein Gewicht von 30 bis 70 Kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Männchen. Das Fell ist ocker bis gelblich und mit schwarz-braunen rosettenförmigen Mustern versehen. Das Fell ist sehr dicht und deutlich länger als bei den afrikanischen Unterarten und schützt ihn hervorragend gegen Kälte und Nässe.

Der Persische Leopard verfügt über sehr gut entwickelte Sinne. Gehör-, Seh- und Geruchssinn sind optimal an sein Verbreitungsgebiet und sein Jagdverhalten angepasst. Er lebt einzelgängerisch und ist vorzugsweise nachts aktiv. Sein recht großes Revier kennzeichnet er durch Markierungen mit Urin und Lautäußerungen. Seite Augen liegen weit vorne am Kopf und sind nach vorne gerichtet. Diese Augenstellung ermöglicht ihm räumliches Sehen. Aufgrund seiner Lebensräume im Gebirge ist er ein ausgezeichneter Kletterer.

Gefährdung, Schutz

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Lange Zeit wurde der Persische Leopard wegen seines Felles stark bejagt. Heute leben nur noch wenige Exemplare in schwer zugänglichen Gebirgsregionen. Der Verlust der Lebensräume durch Zersiedelung und die zusätzlichen Verluste durch andauernde Kriege in den Regionen tragen ebenfalls zur drastischen Reduzierung der Populationen bei. In der Roten Liste des IUCN wird der Persische Leopard als stark gefährdet geführt. Trotz weltweiter Schutzmaßnahmen stellt sich keine Erholung der Populationen ein. Auch in Gefangenschaft leben nur wenige Exemplare.

Verbreitung

Der Persische Leopard findet insbesondere in Afghanistan, Iran, Tajikistan, Turkmenistan und Uzbekistan seine Verbreitung. Er lebt in den Gebirgssteppen und Koniferenwäldern und stellt recht geringe Ansprüche an seinen Lebensraum. In allen Verbreitungsgebieten stehen die Tiere kurz vor der Ausrottung.

Nahrung

Der Persische Leopard ist nicht wählerisch. Er frisst sowohl größere Säuger, Affen und Nagetiere als auch Reptilien und Vögel. Die Hauptnahrungsquelle sind allerdings Bezoarziegen (Capra aegagrus). Seine Art des Beutezuges ist sehr energiesparend. Als Anschleich- und Lauerjäger kommt es bei der Jagd nur zu kurzen Verfolgungen der Beute. Mit der sehr rauen Zunge kann der Persische Leopard das Fleisch förmlich von den Knochen seiner Opfer abziehen.

Fortpflanung

Der Persische Leopard erreicht die Geschlechtsreife mit rund 30 Monaten. Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten über das Frühjahr. Leoparden kommen nur zur Paarung zusammen. Die Aufzucht der Jungen erfolgt nur durch das Weibchen. Nach einer Tragezeit von 96 bis 103 Tagen bringt das Weibchen an einem geschützten Platz zwei bis drei, selten mehr, Junge zur Welt. Die Jungtiere sind anfangs noch blind und weisen eine Länge von 25 bis 35 cm sowie ein Gewicht von 400 bis 550 Gramm auf. Nach etwa zehn Tagen öffnen die Jungtiere ihre Augen. Das Weibchen säugt ihren Nachwuchs für etwa drei Monate. Die Jungtiere bleiben insgesamt für 18 bis 24 Monate bei der Mutter. Persische Leoparden erreichen in Gefangenschaft ein Alter von 15 bis 20 Jahren. In Freiheit wird meist ein Alter von bis zu zwölf Jahren erreicht.

Anhang

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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