Phidippus johnsoni

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Phidippus johnsoni
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Phidippus
Art: Phidippus johnsoni
Wissenschaftlicher Name
Phidippus johnsoni
(Peckham & Peckham, 1883)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035467]

Die Spinnenart Phidippus johnsoni gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Phidippus. In Englischen wird diese Art redbacked jumping spider genannt.

Diese Art ist nicht zu verwechseln mit der hochgiftigen Rotrückenspinne (Latrodectus hasseltii), die im Englischen so ähnlich genannt wird, und zwar redback spider. Jedoch, wenn sich Phidippus johnsoni bedroht fühlt, dann kann auch diese Spinnenart sich mit einem recht schmerzhaften Biss verteidigen, der aber keine ernsthaften medizinischen Folgen hat. Der Biss kann allerdings zu Schwellungen und stechenden Schmerzen führen, der für mehrere Tage anhält.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Phidippus johnsoni ist eine der größten und häufigsten vorkommenden Springspinnen im westlichen Nordamerika. Sie kann eine Körperlänge von etwa 18 Millimeter erreichen. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen ein leuchtend rotes Opisthosoma auf. Das Weibchen besitzt darüber hinaus einen zentralen schwarzen Längsstreifen auf dem Opisthosoma. Die Cheliceren beider Geschlechter weisen eine leuchtende blaugrüne Färbung auf. Die übrigen Körperteile sind meist schwarz getönt. <2>

Es ist eine der Arten von Springspinnen (Salticidae), die die Ameisenwespen (Mutillidae), speziell aus der Gattung Dasymutilla (allgemein bekannt als "Samtameisen") nachahmen. Die Ameisenwespen (Mutillidae) sind Wespen (Vespinae) und haben nichts mit Ameisen (Formicidae) oder mit Spinnen (Arachnida) zu tun. Mehrere Arten dieser Wespen ähneln in Größe und Färbung der Phidippus johnsoni und können wie die Spinne selbst sich mit einem sehr schmerzhaften Biss verteidigen. <2>

Dasymutilla coccineahirta
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Dasymutilla coccineahirta

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Phidippus johnsoni kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Kanada, Mexiko, Kalifornien, Oregon und Washington. Sie kommt in Meereshöhe bis zur Baumgrenze vor und besiedelt meist relativ trockene Lebensräume wie Küstendünen oder Eichenwälder und zeigt eine Vorliebe für Fallaub und Totholz, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen sowie Käfer (Coleoptera) erbeutet. Sie macht aber nicht nur auf diese Insekten (Insecta) jagt, sondern sie erbeutet auch eine Vielzahl an Spinnen. Hin und wieder kommt es auch zum Kannibalismus, indem das Weibchen das Männchen vor oder nach der Paarung verspeist.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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