Phidippus mystaceus

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Phidippus mystaceus
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Phidippus
Art: Phidippus mystaceus
Wissenschaftlicher Name
Phidippus mystaceus
(Hentz, 1846)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035475]

Die Spinnenart Phidippus mystaceus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Phidippus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Phidippus mystaceus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 10 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 11 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus auf. Das Männchen ist weitaus prächtiger gefärbt als das Weibchen. Der Carapax und das Prosoma sind bei dem Männchen schwarz gefärbt. Auf dem Carapax zeigen sich 5 rote Punkte in einer Reihe sowie links und rechts in Richtung Opisthosoma zwei weiße Flecken. Ein weiteres markantes Merkmal sind die auf jeder Seite des Carapax jeweils zwei verlängerten schwarzen Härchen, die wie Eselsohren ausschauen. Dieses markante Merkmal weist auch das Weibchen auf. Das Prosoma ist allerdings beim Weibchen grau gefärbt. Das Opisthosoma ist bei beiden Geschlechtern ebenfalls grau gefärbt und weist zusätzlich eine Blattzeichnung auf. Die Beine bei dem Männchen sind orange gefärbt und zeigen eine weißlich geringelte Färbung, während die Beine des Weibchens gelblich gefärbt sind und eine schwarze Beringelung aufweisen. Insgesamt sind bei dem Männchen und bei dem Weibchen die Cheliceren mit langen dichten weißen Härchen bedeckt und die Beine sind abwechselnd mit weißen und schwarzen Härchen versehen. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Phidippus mystaceus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Florida, Georgia, Kansas, Nordkarolina, Ohio, Oklahoma sowie Südkarolina. Sie hält sich überwiegend in gemischten Laubwäldern auf und zeigt eine Vorliebe für Falllaub, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Phidippus mystaceus - Weibchen
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Phidippus mystaceus - Weibchen

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Phidippus mystaceus - Weibchen
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Phidippus mystaceus - Weibchen

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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