Phidippus princeps

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Phidippus princeps

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Phidippus
Art: Phidippus princeps
Wissenschaftlicher Name
Phidippus princeps
(Peckham & Peckham, 1883)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035483]

Die Spinnenart Phidippus princeps gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Phidippus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Phidippus princeps erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 11 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 12 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus auf. Das Männchen ist weitaus prächtiger gefärbt als das Weibchen. Allerdings weist das Männchen je nach Alter verschiedene Farben und Muster auf. Im juvenilen Stadium ist die Grundfärbung des Männchens ein Dunkelbraun mit einer kaffeebraune Blattzeichnung auf dem Opisthosoma. Insgesamt sind Prosoma und Opisthosoma mit zahlreichen weißen Härchen bedeckt. Im subadulten Stadium dominieren orangefarbene und hellere Brauntöne. Die weißen Härchen sind in diesem Stadium kaum noch vorhanden. Des Weiteren zeigt sich rund um die Augen ein orangefarbener Augenring. Im adulten Stadium fand eine bemerkenswerte Farbumwandlung des Männchens statt. Der Carapax sowie das Prosoma weisen nun eine schwarze Färbung auf, während das Opisthosoma in einer rotbraunen Tönung durchsetzt mit schwarzen Härchen erscheint. Die dicht behaarten Beine sind etwas hellbraun geringelt, aber vorherrschend ist die schwarze Grundfärbung der Beine. Das Weibchen ist wie bei fast allen Springspinnen unscheinbar gefärbt. Sie zeigt insgesamt eine hellbraune bis braune Grundfärbung auf. Die Palpen sind violett, grünlich oder rötlich gefärbt, während die Cheliceren mit dichten langen weißlichen Härchen bedeckt sind. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Phidippus princeps kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Kanada, Philippines, Alabama, Connecticut, Florida, Kansas, Michigan, Minnesota, Pennsylvania sowie Südkarolina. Die Spinne hält sich gerne in niedriger Laub- und Krautschicht auf, dabei werden Schweden-Klee (Trifolium hybridum) und Luzerne (Medicago sativa) bevorzugt. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

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Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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