Platycryptus undatus

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Platycryptus undatus
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Platycryptus
Art: Platycryptus undatus
Wissenschaftlicher Name
Platycryptus undatus
(De Geer, 1778)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035634]

Die Spinnenart Platycryptus undatus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Platycryptus. Im Englischen wird die Art tan jumping spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Platycryptus undatus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 8,5 bis 9,5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 10 bis 13 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Das Männchen weist unter den Augen ein rotbraunes Band auf und das Weibchen besitzt unter Augen ein helles oder weißes Band. Das Prosoma und das Opisthosoma sind hellbraun bis dunkelbraun gefärbt und auf dem Opisthosoma erkennt man eine deutliche helle oder dunkle Musterung. Die Grundfärbung des Körpers und die Musterung bewirken, dass die Spinne kaum von einer Baumrinde oder von anderen ähnlich gefärbten Oberflächen zu unterscheiden ist. Besonders bevorzugt werden vertikale Oberflächen wie Zäune, Mauern oder Baumrinde. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst unter loser Baumrinde.

Verbreitung

Platycryptus undatus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Kanada, El Salvador, Guatemala, Mexico, Alabama, Florida, Georgia, Kansas, Michigan, Minnesota, Ohio, Pennsylvania, Südkarolina sowie Texas. Sie hält sich überwiegend in gemischten Laubwäldern auf und zeigt eine Vorliebe für Bäume, wo sie aufgrund ihrer Grundfärbung und der Musterung kaum von der Baumrinde zu unterscheiden ist. Allerdings hält sich die Spinne in letzter Zeit auch häufig in Wohnhäusern auf. <3>

Platycryptus undatus - Weibchen
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Platycryptus undatus - Weibchen

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta) wie zum Beispiel Fliegen (Brachycera) und Mücken (Nematocera). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Die Paarung und Eiablage finden im Sommer statt. Die adulten Tiere überwintern in ihren individuellen Wohngespinsten. Obwohl die Wohngespinste getrennt sind und die Spinnen kaum einen direkten Kontakt haben, so überwintern sie doch dicht gedrängt, es können manchmal fünfzig Tiere sein, in einem flächendeckenden Gespinst unter loser Baumrinde. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Platycryptus undatus - Männchen
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Platycryptus undatus - Männchen
Platycryptus undatus - juvenil
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Platycryptus undatus - juvenil
Platycryptus undatus - Männchen
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Platycryptus undatus - Männchen

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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