Prärieklapperschlange

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Prärieklapperschlange

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Klapperschlangen (Crotalus)
Art: Prärieklapperschlange
Wissenschaftlicher Name
Crotalus viridis
Rafinesque, 1818

Die Prärieklapperschlange (Crotalus viridis) zählt mit ihren acht Unterarten in der Familie der Vipern (Viperidae) zur Gattung der Klapperschlangen (Crotalus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Prärieklapperschlange kann eine Länge von bis zu 160 cm erreichen. Die Färbung des Schuppenkleides variiert je nach Unterart und Verbreitungsgebiet sehr stark. Die Färbung reicht von beige, über rotbraun, braun, bis hin zu schwarz. Auf dem Rücken hat die Klapperschlange unregelmäßige Musterungen, die aus unterschiedlich gefärbten Flecken bestehen können. Der Schwanz weist unterschiedlich helle und dunkle Querbänder auf. Die Bauchseite ist in der Regel einfarbig und weist eine leichte Sprenkelung auf. Der flache, dreieckige Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Die Pupillen der kleinen Augen sind senkrecht geschlitzt. Der Körperbau ist je nach Unterart schlank bis leicht gedrungen. Die Beschuppung des Körpers ist zum Teil stark gekielt.

Die Prärieklapperschlange ist sowohl tag- als auch nachtaktiv. Sie ist nicht aggressiv und sucht ihr Heil eher in der Flucht. Bei Gefahr rollt sie sich zusammen und rasselt mit ihrem Schwanzende. Während der kalten Jahreszeit hält sie eine Winterruhe, die durchaus bis zu fünf bis sechs Monate dauern kann.

Schlangengift

Die Prärieklapperschlange gehört als Viper zu den Giftschlangen. Mit einem Biss gibt sie ein komplexes Gemisch verschiedener Toxine (natürliche Gifte) und Proteine (Eiweißstoffe) ab, es weist neurotoxische und durch bestimmte Enzyme (u.a. Proteasen und Peptidasen) zum Teil starke zytotoxische (zell- und gewebezerstörend) Wirkungen auf. Das Gift der Unterart Crotalus viridis concolor ist besonders stark. Vor allem für alte, kranke und geschwächte Menschen kann dieses Gift tödlich sein. Der Vergiftung kann durch schnelle Gabe eines Antivenins (Gegengift) entgegengewirkt werden.

Unterarten

Verbreitung

Diese Art ist mit ihren Unterarten in weiten Teilen der USA und des südlichen Kanadas verbreitet. bevorzugte Habitate sind lichte Kiefern- und Laubwälder sowie sandige und steinige Gebiete. Auch in vegetationsarmen Steppen und an Berghängen bis in Höhen von bis zu 3.500 Metern ist sie anzutreffen.

Nahrung

Die Prärieklapperschlange ernährt sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren und Vögeln. Aber auch Amphibien, Reptilien und sogar Insekten werden gefressen. Ihre Beute wird mit einem Biss getötet und im Ganzen, mit dem Kopf voran, verschlingen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit rund drei Jahren erreicht. Die Prärieklapperschlange gehört zu den lebendgebährenden Schlangen. Nach einer temperaturabhängigen Tragezeit von 90 bis 120 Tagen bringt das Weibchen bis zu zehn Jungtiere zur Welt, die eine Geburtslänge von etwa 25 bis 30 cm aufweisen. Die Lebenserwartung kann je nach Unterart bis zu 25 Jahre betragen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Mark O'Shea, Giftschlangen. Alle Arten der Welt in ihren Lebensräumen, Franckh-Kosmos Verlag, 2006 - ISBN 3440106195
  • Ludwig Trutnau, Schlangen im Terrarium, in 2 Bdn., Bd.2, Giftschlangen,
    Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 4., Aufl. (1998) - ISBN 3800173719
  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • W. P. Mara, Das Große Buch der Giftschlangen, Verlag: Bede (Februar 2002) - ISBN 3927997536
  • Franz-Xaver Reichl: Taschenatlas der Toxikologie, Nikol Verlag; 2., aktualisierte Auflage. ISBN 978-3868200058.
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