Produzent

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Rotbuche (Fagus sylvatica) - als eine Pflanze mit Blattgrün ein Erzeuger
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Rotbuche (Fagus sylvatica) - als eine Pflanze mit Blattgrün ein Erzeuger

Produzenten sind in allen Fällen chlorophyllhaltige Pflanzen, Algen oder auch andere Mikroorganismen. Sie stehen in Nahrungsnetzen und Nahrungsketten immer an erster Stelle. Sie beziehen ihre Nahrung aus Wasser und den von den Destruenten freigesetzten Mineralien. Produzenten bilden, eigentlich nur als Abfall- oder Nebenprodukt, den für nahezu alle Konsumenten und Destruenten lebensnotwendigen Sauerstoff (O2). Alle Produzenten zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, Photosynthese zu betreiben. Als Photosynthese (griechisch φῶς phōs, Licht; σύνθεσις sýnthesis, Zusammensetzung) wird die Umwandlung von Kohlenstoffdioxid und Wasser mithilfe des Sonnenlichts in Sauerstoff und Zucker/Stärke (v.a. Glucose) bezeichnet. Kohlenstoffdioxid wird dabei zu Sauerstoff reduziert, das heißt das Kohlenstoffatom (C) eines CO2-Moleküls löst sich vom Sauerstoff und wird in der Glucose gebunden. Der Sauerstoff ist nun frei. Weil sich Produzenten ihre Energiespeicher (etwa Glucose) selbst produzieren können, werden sie als aututroph (selbst versorgend) bezeichnet. Um die Glucose selbst nutzen zu können, müssen auch Pflanzen Sauerstoff einatmen. Dieser spaltet die Glucose auf. Dabei wird Energie frei und die Pflanze gibt Kohlenstoffdioxid ab. Allerdings nehmen Produzenten nur etwa 20 % des von ihnen produzierten Sauerstoffs wieder auf und geben damit nur 20 % des aufgenommenen Kohlenstoffdioxids wieder ab, 80 % Sauerstoff bleiben also in der Luft und 80 % Kohlenstoffdioxid speichert ein Produzent. Photosynthese ist für Menschen und Tiere der mitunter bedeutenste biochemische Prozess auf der Erde.

Literatur und Quellen

  • Brigitta Sombecki-Hansen und Udo Beckmann: Einblicke Biologie, Ernst Klett Verlag, ISBN 3-12-030720-3
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