Psalmopoeus reduncus

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Psalmopoeus reduncus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
Unterfamilie: Selenocosmiinae
Gattung: Baumvogelspinnen (Psalmopoeus)
Art: Psalmopoeus reduncus
Wissenschaftlicher Name
Psalmopoeus reduncus
(Karsch, 1880)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:002372]

Die Art Psalmopoeus reduncus zählt innerhalb der Familie der Vogelspinnen (Theraphosidae) zur Gattung der Baumvogelspinnen (Psalmopoeus). Im Englischen wird die Art costa rican orangemouth genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

folgt.

Lebensweise

Psalmopoeus reduncus lebt wie fast alle Vogelspinnen einzelgängerisch. Sie ist eine baumbewohnende, sehr langbeinige, flinke Spinne und kann mehr als 10 Zentimeter weit springen. Sie hält sich am Tage vorzugsweise zwischen den Wurzeln umgestürzter Bäume und in Straßenböschungen auf, während sie gegen Abend aktiv wird. Das Wohngespinst wird mit Erde, Pflanzenteilen oder ähnlichen Substraten getarnt. Selten sieht man sie außerhalb des Wohngespinstes. Das Weibchen kann leicht aggressiv werden. Ansonsten ist diese Art eher eine friedliche Spinne, die lieber Konfrontationen aus dem Weg geht und in ihr Wohngespinst flüchtet.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Psalmopoeus reduncus erstreckt sich von Belize bis nach Panama. Die Temperaturen am Tag betragen dort etwa 25 bis 28 Grad Celsius und in der Nacht etwa 22 bis 24 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit etwa 70 bis 80 Prozent. Die Spinne kann aufgrund ihrer Haftpolster an den Beinen sehr gut klettern und hält sich die meiste Zeit auf Bäumen auf. Allerdings befindet sich ihr Wohngespinst zwischen den Wurzeln umgestürzter Bäume.

Ernährung

Psalmopoeus reduncus
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Psalmopoeus reduncus

Zum Nahrungserwerb verläßt sich Psalmopoeus reduncus auf ihren Tastsinn. Nachts sitzt sie, mit dem Wohngespinst immer in Kontakt, vor ihrem Unterschlupf und wartet auf Beute. Ihrer baumbewohnenden Lebensweise entsprechend, erbeutet Psalmopoeus reduncus häufig Frösche (Rana), Geckos (Gekkonidae), Eidechsen (Lacertidae), kleine Vögel (Aves) wie zum Beispiel Kolibris (Trochilidae) und andere kletternde oder fliegende Wirbeltiere.

Fortpflanzung

Bis zur Geschlechtsreife durchläuft Psalmopoeus reduncus mehrere Häutungen. Bereits zu diesem Zeitpunkt webt das Männchen ein sogenanntes Spermanetz, in das es sein Sperma füllt. Dieses Sperma wird in die Bulben aufgenommen, indem das Männchen mit seinen Pedipalpen die Spermaflüssigkeit in die Bulben pumpt. Nun geht es auf die Suche nach einem Weibchen. Das Männchen ermittelt die Anwesenheit eines Weibchens, indem es die chemischen Substanzen (Pheromone) des Weibchens wahrnimmt. Hat das Männchen ein Weibchen ausgemacht, umwirbt das Männchen das Weibchen mit seinen Tastern durch kräftiges Trommeln und spasmodischen Bewegungen des dritten Beinpaares, teilweise trommelt das Männchen auch noch mit dem ersten und zweiten Beinpaar und prüft zugleich die Paarungsbereitschaft des Weibchens. Vermutlich wird die seismische Kommunikation über den Boden durch Stridulation einiger Organe produziert. Die durch das Trommeln ausgelösten Vibrationen (seismische, akustische Signale) werden über die Hörhaare wahrgenommen.

Nach ungefähr acht Wochen nach der Kopulation versiegelt das Weibchen die Zugänge des Nestes und webt mit Seide innerhalb des Nestes einen Eikokon. Ungefähr drei Monate nach der Kopulation legt sie etwa 150 bis 200 Eier im natürlichen Lebensraum in den Kokon ab. Während dieser Zeit betreibt das Weibchen Brutpflege. Im Innern des Eikokons durchlaufen die Nymphen mehrere Entwicklungsstadien, in denen sie sich zweimal häuten. Die Nymphen schlüpfen noch im Innern des Eikokons. Dies geschieht bereits nach drei Wochen. Nach insgesamt rund zehn Wochen schlüpfen die jungen Spiderlinge, wie sie nach dem Schlupf genannt werden. Die Spiderlinge wachsen nach dem Schlupf sehr schnell heran und können schon eine beachtliche Beinspannweite aufweisen. Sie häuten sich in der Folge alle zwei bis drei Wochen und leben in der ersten Zeit von Kleinstinsekten. Wenige Tage nach dem Schlupf verlassen sie das Nest. Die Spiderlinge sind während dieser Zeit sehr verletzbar. Das Weibchen dieser Art kann innerhalb eines Häutungszyklus häufig einen zweiten, manchmal sogar einen dritten Eikokon bauen. Allerdings schlüpfen meist weniger Spiderlinge als aus dem ersten Kokon.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 4. November 2008 <1>

  • Psalmopoeus reduncus - (Karsch, 1880)
  • Tapinauchenius reduncus - Karsch, 1880c
  • Psalmopoeus reduncus - Simon, 1903a
  • Psalmopoeus reduncus - Valerio, 1979
  • Psalmopoeus reduncus - Schmidt, 1993d
  • Psalmopoeus maya - Witt, 1996: - [urn:lsid:amnh.org:spidersp:002369]
  • Psalmopoeus reduncus - Peters, 2000b
  • Psalmopoeus reduncus - Peters, 2003
  • Psalmopoeus reduncus - Schmidt, Bullmer & Thierer-Lutz, 2006
  • Psalmopoeus reduncus - Gabriel, 2008

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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