Purpur-Rotfuß-Vogelspinne

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Purpur-Rotfuß-Vogelspinne
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
Gattung: Avicularia
Art: Purpur-Rotfuß-Vogelspinne
Wissenschaftlicher Name
Avicularia purpurea
Kirk, 1990

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:001826]

Die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne (Avicularia purpurea) zählt innerhalb der Familie der Vogelspinnen (Theraphosidae) zur Gattung Avicularia. Im Englischen wird die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne ecuadorian purple oder purple pink toe genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne ist eine recht kleine Art und erreicht als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Zentimeter und als Männchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 5 Zentimeter.

Lebensweise

Die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne ist eine baumbewohnende Vogelspinne und zählt wie fast alle Vogelspinnen zu den sogenannten Bombadierspinnen. Bei Gefahr kann sie ihre Brennhaare, die sich auf dem Opisthosoma (Hinterleib) befinden, einsetzen. Die Brennhaare können ein Jucken und Brennen der Haut und der Atemwege verursachen. Allerdings zieht die Spinne es vor zu flüchten, bevor sie ihre Brennhaare abstößt. Kommt es doch zu einem Biss, muss die Wunde sofort desinfiziert werden, da sich auf den Cheliceren häufig Bakterien befinden, die eine Infektion auslösen können. Der Giftbiss selbst ist nicht so gefährlich wie die Infektion durch Bakterien. Die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne ist sehr lebhaft und schnell und kann bis zu 30 Zentimeter weit springen.

Purpur-Rotfuß-Vogelspinne - Männchen
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Purpur-Rotfuß-Vogelspinne - Männchen

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Purpur-Rotfuß-Vogelspinne befindet sich in Ecuador im Amazonasgebiet. In freier Wildbahn hält sich die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne gerne in den Trichtern von Bromeliengewächsen auf, auch Ananasgewächse genannt. Bromeliengewächse sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. In diesen Trichtern der Bromelie legt die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne auch meist ihr mit Seide gewebtes Wohngespinst an.

Ernährung

Die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne ernährt sich in ihrem natürlichen Lebensraum von Eidechsen (Lacertidae), Grillen (Gryllidae), Heuschrecken wie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera), Zikaden (Auchenorrhyncha), Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen sowie von Käfern (Coleoptera) und von anderen kleinen Tieren. In Gefangenschaft kann die Ernährung vielfältig sein und besteht meist aus Grillen (Gryllidae), Heuschrecken wie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) und aus Larven vom Mehlkäfer (Tenebrio molitor).

Purpur-Rotfuß-Vogelspinne - Weibchen
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Purpur-Rotfuß-Vogelspinne - Weibchen

Fortpflanzung

Bis zur Geschlechtsreife durchläuft die Purpur-Rotfuß-Vogelspinne mehrere Häutungen. Bereits zu diesem Zeitpunkt webt das Männchen ein sogenanntes Spermanetz, in das es sein Sperma füllt. Dieses Sperma wird in die Bulben aufgenommen, indem das Männchen mit seinen Pedipalpen die Spermaflüssigkeit in die Bulben pumpt. Nun geht es auf die Suche nach einem Weibchen. Das Männchen ermittelt die Anwesenheit eines Weibchens, indem es die chemischen Substanzen (Pheromone) des Weibchens wahrnimmt. Hat das Männchen ein Weibchen ausgemacht, umwirbt das Männchen das Weibchen mit seinen Tastern durch kräftiges Trommeln und spasmodischen Bewegungen des dritten Beinpaares, teilweise trommelt das Männchen auch noch mit dem ersten und zweiten Beinpaar und prüft zugleich die Paarungsbereitschaft des Weibchens. Vermutlich wird die seismische Kommunikation über den Boden durch Stridulation einiger Organe produziert. Die durch das Trommeln ausgelösten Vibrationen (seismische, akustische Signale) werden über die Hörhaare wahrgenommen.

Nach ungefähr drei bis sechs Wochen nach der Kopulation versiegelt das Weibchen die Zugänge des Nestes und webt mit Seide innerhalb des Nestes einen Kokon. Ungefähr drei Monate nach der Kopulation legt sie in der Regel 70 bis 120 Eier im natürlichen Lebensraum in den Kokon ab. Im Innern des Kokons durchlaufen die Nymphen mehrere Entwicklungsstadien, in denen sie sich zweimal häuten. Die Nymphen schlüpfen noch im Innern des Kokons. Dies geschieht bereits nach drei Wochen. Nach insgesamt rund zehn Wochen schlüpfen die jungen Spiderlinge, wie sie nach dem Schlupf genannt werden. Die Spiderlinge sind schon beim Schlupf mit einem Zentimeter Spannweite recht stattlich. Sie häuten sich in der Folge alle zwei bis drei Wochen und leben in der ersten Zeit von Kleinstinsekten. Wenige Tage nach dem Schlupf verlassen sie das Nest. Die Spiderlinge sind während dieser Zeit sehr verletzbar.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 4. November 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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