Raue Grasnatter

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Raue Grasnatter

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Colubrinae
Gattung: Grasnattern (Opheodrys)
Art: Raue Grasnatter
Wissenschaftlicher Name
Opheodrys aestivus
Linnaeus, 1766

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Raue Grasnatter (Opheodrys aestivus) zählt innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae) zur Gattung der Grasnattern (Opheodrys).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Raue Grasnatter erreicht eine Körperlänge von 70 bis 90 Zentimeter. Nur selten werden Längen von bis zu 100 Zentimeter erreicht. Der Körperbau ist ausgesprochen schlank und der Kopf setzt sich nur wenig vom Körper ab, der Schwanz ist lang und spitz zulaufend. Die großen runden Augen liegen weit vorne am Kopf. Das Schuppenkleid weist dorsal eine grasgrüne Färbung auf. Zu den Flanken hin geht die Färbung in ein gelbliches Weiß bis Hellgrau über. Die Bauchseite ist weiß gefärbt. Die einzelnen Schuppen sind gut sichtbar gekielt. Die Raue Grasnatter ist eine tagaktive Schlange, die sich durchaus schnell und hektisch bewegen kann, jedoch verhält sie sich dem Menschen gegenüber nur wenig angriffslustig. Während der kühlen Jahreszeit hält die Raue Grasnatter an geschützter Stelle eine mehrmonatige Winterruhe.

Verbreitung

Raue Grasnattern sind überwiegend in den südlichen bis südöstlichen Bundesstaaten der USA zu finden. Im Südwesten reicht das Verbreitungsgebiet bis in nordöstliche Mexiko. Der natürliche Lebensraum umfasst Feuchtgebiete wie Sümpfe, lichte Auenwälder, Feuchtwiesen und ähnliche Habitate. Sie ist oft in der Nähe von Gewässern anzutreffen. Dies können Seen und Teiche oder auch langsam fließende Flüsse sein. Nicht selten sieht man die Raue Grasnatter beim Klettern ins Bäumen und Sträuchern. In Höhenlagen ist sei deutlich über 2.000 Meter anzutreffen.

Ernährung

Die Raue Grasnatter ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Spinnentieren und Skorpionen. Zur bevorzugten Nahrung gehören Schmetterlinge, Heuschrecken und Schnabelkerfe sowie Insektenlarven, Maden und Raupen. Auf Nahrungssuche geht die Raue Grasnatter am Tage sowohl am Erdboden als auch im Geäst von Bäumen und Sträuchern.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt unmittelbar nach der Winterruhe und erstreckt sich im Frühjahr über die Monate April bis Mai. Zwei Monate nach der Verpaarung erfolgt die Eiablage an einer geschützten Stelle. Meist legt das Weibchen zwischen zwei und zwölf, selten auch mehr länglich ovale Eier. Feuchtwarme Stellen wie morsches Holz werden dabei bevorzugt. Gelegentlich legen auch mehrere Weibchen ihre Eier an der gleichen Stelle ab, so dass es zu einem Gemeinschaftsgelege kommt. In Abhängigkeit der Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungschlangen nach rund 50 bis 70 Tagen. Wie die adulten Schlangen, so weisen auch die Jungtiere die charakteristische grüne Färbung auf. Die Jungschlangen sind von Anfang an auf sich alleine gestellt und ernähren sich selbständig von Insekten. Die Schlupflänge beträgt zwischen 17 und 20 Zentimeter.

Anhang

Literatur

  • Thorsten Schmidt: Grasnattern - Natur und Tier-Verlag, Ausgabe November 2002 ISBN 3931587371

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