Reiher

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Reiher
Streifenreiher (Tigrisoma fasciatum)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Reiher
Wissenschaftlicher Name
Ardeidae
Leach, 1820

Reiher (Ardeidae) zählen innerhalb der Klasse der Vögel (Aves) zur Ordnung der Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes). Im Englischen werden Reiher Herons genannt. In der Familie der Reiher werden in 4 Unterfamilien und 19 Gattungen rund 75 rezente Arten geführt.

Inhaltsverzeichnis

Evolution, Fossile Funde

Die ältesten fossilen Funde von Reihern lassen sich bis ins frühe Eozän zurückverfolgen. Dies entspricht einem Alter von rund 50 Millionen Jahren. Eine der ältesten fossilen Gattungen ist Proardea (Lambrecht, 1933). Fossilien dieser Gattung wurden insbesondere im westlichen Europa gefunden. Weitere fossile Gattungen sind Calcardea (Gingerich, 1987) aus dem Eozän (55,8 bis 33,9 Million Jahre) und Xenerodiops (Rasmussen et al., 1987) aus dem Oligozän (Chattium, 33,9 bis 28,4 Millionen Jahre). Rezente Gattungen wie beispielsweise Ardea und Egretta lassen sich seit dem Miozän nachweisen. Sie sind demnach bis zu 20 Millionen Jahre alt.

Beschreibung

Aussehen und Maße

Breiter Schnabel: der Kahnschnabel
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Breiter Schnabel: der Kahnschnabel

Reiher sind meist sehr große und langhalsige Vögel, die in ihrer Lebensweise an das Leben an Gewässern angepasst sind. Die kleinsten Arten sind in der Gattung der Zwergdommeln (Ixobrychus) anzutreffen. Sie erreichen eine Körperlänge von 27 bis 37 Zentimeter. Die größte Art ist der Goliathreiher (Ardea goliath). Er erreicht eine Standhöhe von bis zu 150 Zentimeter, eine Körperlänge von gut 140 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 190 bis 230 Zentimeter sowie ein Gewicht von bis zu 5.000 Gramm. Die Geschlechter weisen nur einen geringen Größenunterschied auf, Weibchen bleiben ein wenig kleiner als Männchen. In der Gefiederfärbung zeigt sich zwischen den Geschlechtern im Wesentlichen kein Dimorphismus. Eine Ausnahme bildet hier nur die Zwergdommel (Ixobrychus minutus). Das Gefieder der Männchen ist deutlich kontrastreicher gefärbt als das der Weibchen.

Der Hals wird von den Reihern typischerweise in S-Form gehalten, was auch für den Flug zutrifft. Eine Ausnahme bilden hier nur die kurzhalsigen Arten. Im Gegensatz dazu fliegen Störche (Ciconiidae) und Kraniche (Gruidae) mit ausgestrecktem Hals. Ein ebenso markantes Merkmal ist der in der Regel sehr lange und dolchartige Schnabel. Die einzige Ausnahme bildet der Kahnschnabel (Cochlearius cochlearius). Sein Schnabel ist eher kurz und ausgesprochen breit. Er ist demnach nicht zum Stochern nach Beute geeignet. Der Schnabel hat die Funktion eines Schöpfschnabels und ist 8 Zentimeter lang und rund 5 Zentimeter breit. Die Beine sind bei den meisten Arten sehr lang. Relativ kurz sind die Beine beim Purpurreiher (Ardea purpurea), wobei die Zehen ausgesprochen lang sind. Die mittlere Zehe ist bei allen Arten die längste Zehe, die hintere Zehe steht der vorderen mittleren gegenüber. Die langen Zehen stellen eine Anpassung an den Lebensraum dar, einige Arten können mit stark verlängerten Zehen sogar über Wasserpflanzen laufen. Schwimmhäute sind bis auf eine kleine, basal gelegene Schwimmhaut zwischen der mittleren und inneren Zehe nicht vorhanden.

Das Gefieder der Reiher ist bei den meisten Arten einheitlich gefärbt. So treten überwiegend einfarbige, meist gräuliche bis weißliche Farbmorphen in Erscheinung. Einige Arten sind hingegen recht farbenfroh gefärbt oder weisen nicht selten Schmuckfedern auf. Silberreiher (Casmerodius albus) sind beispielsweise rein weiß gefärbt, der Rallenreiher (Ardeola ralloides) ist hellbraun, die Mangrovereiher (Butorides striatus) weisen eine blaugraue, grüngraue oder auch rotgrüne Färbung auf. Beim Rotrücken-Nachtreiher (Nycticorax caledonicus) sind der Rücken und die Flügel zimtbraun gefärbt.
Mangrovereiher (Butorides striatus)
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Mangrovereiher (Butorides striatus)
Streifenreiher (Tigrisoma fasciatum) weisen eine tigerartige Querstreifung auf. Ähnlich den Papageien verfügen auch Reiher über sogenannte Puderdunen. Die Spitzen der nachwachsenden Federn zerfallen ständig zu feinem Staub. Der Staub macht das Gefieder wasserabweisend. Darüber hinaus dient der Puder ähnlich der ebenfalls vorhandenen Bürzeldrüse den Reihern der Gefiederpflege. Die Flügel sind üblicherweise groß und breit. Je nach Art weisen die Flügel 9 bis 11 Handschwingen und 15 bis 20 Armschwingen auf. Aufgrund der großen und breiten Flügel sind Reiher eher langsame und bedächtige Flieger, die sich durch einen kräftigen Flügelschlag auszeichnen.

Lebensweise

Auch wenn Reiher mit wasserreichen Lebensräumen stark verbunden sind, sieht man sie selten oder nie schwimmen. Die meisten Arten der Reiher sind relativ schweigsam und lassen nur gelegentlich krächzende oder schnarrende Laute hören. Besonders eindrucksvoll gibt sich der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax). Seine Laute sind vor allem in der Nacht über viele Kilometer zu hören. Sein heiseres „Quaken“, die Stimme erinnert entfernt an einen Kolkraben (Corvus corax), klingt wie Qua, Quak oder Quark. Dieser Ruf wird meist im Flug oder von einem hoch gelegenen Standort ausgestoßen. Reiher sind meist sehr gute Kletterer. Im Schilf oder im Geäst von Bäumen und Sträuchern bewegen sich Reiher sicher. Jungreiher nehmen beim Klettern meist ihren Schnabel zur Hilfe. Die meisten Arten sind dämmerungs- und tagaktiv. Einige wenige Arten wie der Kahnschnabel (Cochlearius cochlearius) sind ausgesprochen nachtaktiv. Tagsüber sitzt er still im Gebüsch und ist kaum auszumachen. Viele Arten wie beispielsweise die Rohrdommel (Botaurus stellaris) leben überwiegend einzelgängerisch, die Geschlechter treffen meist nur zur Paarungs- und Balzzeit aufeinander.

Verbreitung und Lebensraum

Der Kuhreiher ist weltweit verbreitet
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Der Kuhreiher ist weltweit verbreitet

Vorkommen

Reiher sind weltweit in allen gemäßigten, subtropischen und tropischen Regionen angesiedelt. Nur in den Polarregionen fehlen Reiher völlig. In der Paläarktis sind Reiher mit 9 Arten vertreten. Die größte Artenvielfalt zeigt sich mit 24 Arten im südlichen und südöstlichen Asien. Einige Arten sind endemisch, andere Arten wie der Kuhreiher (Bubulcus ibis) sind heute weltweit verbreitet. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Kuhreihers erstreckte sich von Afrika bis Südostasien. Mittlerweile ist die Art auch in Australien, Südeuropa sowie in Süd- und Nordamerika verbreitet. Einige Nachtreiher (Nycticoracinae) leben in den Anden bis in Höhen von mehr als 4.000 Metern über NN. Die meisten anderen Arten leben meist im Flachland, allenfalls im Hügelland.

Lebensräume

Reiher sind in der Regel an das Wasser gebunden und sind somit meist in Ufernähe anzutreffen. Beliebte Lebensräume sind neben Seen, Teichen und Sumpfgebieten auch Mangroven, Flussufer und Küstenregionen. Kuhreiher (Bubulcus ibis) sind eine der wenigen Reiherarten, die auch in semiariden und ariden Savannen anzutreffen sind. Überhaupt ist der Kuhreiher in Bezug auf seinen Lebensraum sehr anpassungsfähig. Er besiedelt weltweit zahlreiche Lebensräume und ist weit weniger als alle anderen Arten ans Wasser gebunden. Reiher sind Standvögel, einige Arten auch Strichvögel. Reine Zugvögel gibt es unter den Reihern nur wenige. Es handelt sich hierbei um Arten, die in gemäßigten Regionen wie Europa brüten und im Herbst nach Afrika zur Überwinterung ziehen. Arten wie der Graureiher (Ardea cinerea) können als Teilzieher bezeichnet werden.

Prädatoren

Ausgewachsene Reiher haben aufgrund ihrer Größe nur wenige natürliche Feinde. Jedoch stehen die Eier und die Jungvögel auf der Speisekarte einiger räuberisch lebender Säugetiere (Mammalia) und Vögel (Aves). Dies sind je nach Verbreitungsgebiet Nordamerikanische Waschbären (Procyon lotor), Kolkraben (Corvus corax), Amerikanerkrähen (Corvus brachyrhynchos), Möwen (Laridae), Prachtfregattvögel (Fregata magnificens), Truthahngeier (Cathartes aura) und Virginia-Uhus (Bubo virginianus). Bodennester werden nicht selten von Hausratten (Rattus rattus), Hauskatzen (Felis catus) oder Wildschweinen (Sus scrofa) heimgesucht. Auch wenn Reiher ihr Gelege vehement gegenüber Angreifern verteidigen, fallen oftmals vor allem die Eier und frisch geschlüpfte Küken Feinden zum Opfer. Der Populationsschwund, der durch Prädatoren verursacht wird, ist bei Reihern relativ gering.

Ernährung

Reiher ernähren sich zum Großteil von tierischer Kost. Bei der Jagd wird vor allem der dolchartige Schnabel eingesetzt. Auch wenn die meisten Arten eher Fische (Actinopterygii) fressen, so stehen durchaus häufig auch Weichtiere (Mollusca), Krebstiere (Crustacea), Spinnentiere (Arachnida), Krabben (Brachyura), kleine Wirbeltiere (Vertebrata)
Beim Nahrungserwerb: der Kanadareiher (Ardea herodias)
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Beim Nahrungserwerb: der Kanadareiher (Ardea herodias)
wie Mäuse (Mus) oder auch Froschlurche (Anura) und kleine Reptilien (Reptilia) auf der Speisekarte. Kleinere Reiherarten wie der Rallenreiher (Ardeola ralloides) ernähren sich auch von Insekten (Insecta). Der Kuhreiher (Bubulcus ibis) ist in seinen afrikanischen Verbreitungsgebieten häufig auf dem Rücken großer Säugetiere wie Flusspferde (Hippopotamidae), Afrikanische Büffel (Syncerus caffer) oder Wasserböcke (Kobus ellipsiprymnus) zu beobachten, wo er nach Parasiten und anderem Kleingetier pickt.

Gefressen wird im Grunde alles, was verschlungen werden kann. Die Nahrungssuche- und aufnahme erfolgt meist im Flachwasser, seltener in der ufernahen Vegetation. Aber auch Äcker, Küsten und Sumpfgebiete sind bei einigen Arten beliebte Jagdhabitate. Hier schreiten sie mit langsamen Schritten und vorgestrecktem Hals durch das Wasser. Nicht selten breiten Reiher beim Schreiten durch Flachwasser ihre Flügel aus, um im Bereich des Schattens zu jagen. Ist ein Beutetier in Sicht, so stoßen Reiher blitzschnell mit dem Schnabel zu. Einige Arten sind Lauerjäger und warten regungslos auf Beutetiere. Die Nahrungssuche erfolgt je nach Art in Süß- und Brackgewässern. Häufig ist das Plündern von Vogelnestern. Zwergdommeln (Ixobrychus) fressen die Eier und Küken von am Boden brütenden Vögeln. Ein Beutetier wird in der Regel mit dem Kopf voran verschlungen. Dabei wirft ein Reiher seinen Kopf nach hinten und lässt die Beute in die Speiseröhre gleiten. Der Magen-Darm-Trakt der Reiher ist sehr leistungsfähig. Es wird alles in Energie umgesetzt - selbst die Knochen, der Panzer bei Krebstieren oder der Chitinpanzer bei Insekten.

Fortpflanzung

Reiher erreichen die Geschlechtsreife meist im Alter von 2 Jahren und führen eine monogame Einehe. Die Paarungszeit erstreckt sich in den gemäßigten Zonen der Holarktis (Paläarktis und Nearktis) über das Frühjahr und den Frühsommer. In subtropischen und tropischen Regionen auch über das ganze Jahr, meist jedoch nach heftigen Regenfällen und nach Dürreperioden. Die Horste der Reiher befinden sich in Sumpfgebieten, in Wäldern der Ebene und Mittelgebirge, aber auch in der Nähe des Menschen in größeren Parkanlagen. Meist befinden sich die Nester hoch oben in den Bäumen oder Weidengebüschen, von einigen Arten werden jedoch auch dichte Schilfbestände besiedelt. Dies ist beispielsweise beim Goliathreiher (Ardea goliath) der Fall. Gebrütet wird gelegentlich paarweise, meist jedoch in kleinen bis mittelgroßen Kolonien. Die größten nachgewiesenen Kolonien weisen mehr als 60.000 Brutpaare auf. Einige Arten wie beispielsweise der Seidenreiher (Egretta garzetta) nisten in gemischten Kolonien.

Die Gelege umfassen meist 2 bis 5, selten bis 8 Eier, die je nach Art unterschiedlich gefärbt sind. Beim Graureiher sind die Eier beispielsweise bläulichgrün gefärbt. Besonders große Gelege produzieren Seidenreiher (Egretta garzetta). Ihr Gelege umfasst bis zu 8 Eiern. Das Brutgeschäft teilen sich beide Geschlechter. Die Eier werden von beiden Partnern artabhängig über einen Zeitraum von rund 15 bis 30 Tagen gewärmt. Die geschlüpften Küken gelten als Nesthocker und verbleiben meist bis zur Flugfähigkeit im Nest. Bei einigen Arten wie dem Purpurreiher (Ardea purpurea) verlassen die Jungen bereits sehr früh das Nest. Küken tragen üblicherweise ein dichtes und duniges Kleid. Der Nachwuchs wird mit hochgewürgter Nahrung gefüttert. Die ersten Flugübungen starten die Jungreiher im Alter von etwa 5 Wochen. Im Alter von gut 2 Monaten ist die Flugfähigkeit voll entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Selbständigkeit erreicht und die Jungen fliegen aus.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Bei dem Reiher sind parasitäre oder mutualistische (Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit) Beziehungen nicht bekannt. Jedoch gibt es bei einigen Arten kommensale Beziehungen (Zusammenleben zweier artfremder Organismen) mit anderen Arten. Beim Lavareiher (Butorides sundevalli) treten kommensale Beziehungen mit dem Galápagos-Pinguin (Spheniscus mendiculus) und mit dem Galápagos-Seelöwen (Zalophus wollebaeki) auf. Der Lavareiher hält sich in der Nähe der Pinguine und Seelöwen auf, um die Beute, die vor den Pinguinen und Seelöwen flieht, zu fangen.

Reiher, insbesondere Arten wie der Graureiher (Ardea cinerea), sind in der Nähe des Menschen keine gern gesehenen Gäste. Reiher werden an Seen und Teichen als Nahrungskonkurrenten angesehen. Der Graureiher zählt zu den wenigen einheimischen Arten. Er kommt zwar nicht selten vor, jedoch musste der Graureiher in den letzten Jahrzehnten viele Brutgebiete aufgeben. In weiten Teilen des Verbreitungsgebietes wurde die Art wegen der Vorliebe für Fische massiv verfolgt. Auch bei anderen Arten, wie denen, die in tropischen Regionen vorkommen, stellen vor allem die illegale Fischerei, die Zerstörung der natürlichen Lebensräume sowie das vermehrte Fangen der Garnelen und anderen Krebstieren eine Bedrohung für die Zukunft der Reiher dar.

Gefährdungsstatus

Rohrdommel (Botaurus stellaris)
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Rohrdommel (Botaurus stellaris)
Lavareiher (Butorides sundevalli)
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Lavareiher (Butorides sundevalli)
Blaureiher (Egretta caerulea)
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Blaureiher (Egretta caerulea)
Mittelreiher (Egretta intermedia)
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Mittelreiher (Egretta intermedia)
Weißwangenreiher (Egretta novaehollandiae)
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Weißwangenreiher (Egretta novaehollandiae)
Rötelreiher (Egretta rufescens)
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Rötelreiher (Egretta rufescens)

Die meisten Arten der Reiher gehören heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Zu den gefährdeten Arten zählen nachstehend aufgeführte Arten:

NT, Near Threatened
Bindenreiher (Zonerodius heliosylus)
VU, Vulnerable
Schneereiher (Egretta eulophotes)
Braunkehlreiher (Egretta vinaceigula)
EN, Endangered
Madagaskarreiher (Ardea humbloti)
Dickschnabelreiher (Ardeola idae)
Australische Rohrdommel (Botaurus poiciloptilus)
Rotscheitelreiher (Gorsachius goisagi)
Hainanreiher (Gorsachius magnificus)
CR, Critically Endangered
Kaiserreiher (Ardea insignis),

Als ausgestorben gilt die Australische Zwergdommel (Ixobrychus novaezelandiae), der Reunion-Nachtreiher (Nycticorax duboisi), der Mauritius-Nachtreiher (Nycticorax mauritianus) und der Rodrigues-Nachtreiher (Nycticorax megacephalus).

Innere Systematik

Die nachstehende Systematik erfolgt nach Payne und Risley, 1976:
Familie: Reiher (Ardeidae)

Unterfamilie: Tagreiher (Ardeinae)
Gattung: Syrigma - 1 Art
Gattung: Pilherodius - 1 Art
Gattung: Ardea - 14 Arten
Gattung: Egretta - 13 Arten
Gattung: Kuhreiher (Bubulcus) - 1 Art
Gattung: Schopfreiher (Ardeola) - 6 Arten
Gattung: Butorides - 4 Arten
Unterfamilie: Nachtreiher (Nycticoracinae)
Gattung: Nyctanassa - 1 Art
Gattung: Nachtreiher (Nycticorax) - 7 Arten
Gattung: Gorsachius - 4 Arten
Unterfamilie: Streifenreiher (Tigrisomatinae)
Gattung: Zonerodius - 1 Art
Gattung: Tigriornis - 1 Art
Gattung: Zebrilus - 1 Art
Gattung: Tigerreiher (Tigrisoma) - 3 Arten
Unterfamilie: Dommeln (Botaurinae)
Gattung: Zwergdommeln (Ixobrychus) - 10 Arten
Gattung: Rohrdommeln (Botaurus) - 4 Arten

Die Schwarzdommel (Ixobrychus exilis) wird von einigen Forschern in einer eigenen Gattung mit der Bezeichnung Dupetor geführt.

Einen anderen Ansatz verfolgen Kushlan & Hancock, 2005. Sie fassen die Tag- und Nachtreiher in einer Unterfamilie zusammen. Darüber hinaus werden die Dommeln, die Streifenreiher, die Speerreiher (Agamia agami) und die Kahnschnäbel (Cochlearius) in jeweils einer Unterfamilie geführt. Das nachstehende System beruht auf phylogenetischen Verwandtschaftsverhältnissen.

Familie: Reiher (Ardeidae)

Unterfamilie: Tagreiher (Ardeinae)
Gattung: Ardea
Gattung: Butorides
Gattung: Ardeola
Gattung: Egretta
Gattung: Syrigma
Gattung: Pilherodius
Gattung: Nyctanassa
Gattung: Nycticorax
Gattung: Gorsachius
Unterfamilie: Dommeln (Botaurinae)
Gattung: Botaurus
Gattung: Ixobrychus
Gattung: Zebrilus
Unterfamilie: Streifenreiher (Tigrisomatinae)
Gattung: Tigerreiher (Tigrisoma)
Gattung: Zonerodius
Gattung: Tigriornis
Unterfamilie Agamiinae
Gattung: Agamia
Unterfamilie Cochleariinae
Gattung:: Kahnschnäbel (Cochlearius)

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Klasse der Vögel (Aves)

Lesenswerte Einzelartikel

Literatur und Quellen

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