Riesengürtelschweif

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Riesengürtelschweif

Systematik
Reich: Tiere (Animalia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Autarchoglossa
Familie: Gürtelechsen (Cordylidae)
Gattung: Echte Gürtelschweife (Cordylus)
Art: Riesengürtelschweif
Wissenschaftlicher Name
Cordylus giganteus
A. Smith, 1844

IUCN-Status
Vulnerable (VU) - IUCN

Der Riesengürtelschweif (Cordylus giganteus) ist ein Schuppenkriechtier aus der Familie der Gürtelechsen (Cordylidae). Im Englischen wird er Giant girdled lizard oder Giant sungazer lizard genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Riesengürtelschweif erreicht eine Gesamtlänge von 35 bis 40 cm. Die Körperfärbung variiert zwischen graubraun über dunkelbraun bis fast schwärzlich. Die Flanken sind leicht ockerfarben. Charakteristisch sind der große dreieckige Kopf, der abgeflachte Körper und der mit Stacheln versehene Schwanz. Die Flanken weisen auf jeder Seite eine laterale Hautfalte auf. Am Hinterkopf zeigt sich ein mächtiges Stachelband. Die Schuppen am Hals, auf dem Rücken sowie den Flanken sind sehr stark gekielt und geben dem Riesengürtelschweif ein stacheliges Aussehen. Die einzelnen gekielten Schuppen weisen eine verknöcherte Unterlage auf und wirken wie eine Panzerung.

Die Beschuppung am Bauch besteht aus gelblichen, glatten und recht großen Schuppen, die zu den Flanken hin stärker gekielt sind. Die Extremitäten sind kurz aber kräftig gebaut. Die Beschuppung der Beine ist ebenfalls stark gekielt. Die tagaktiven Echsen leben in Erdbauten, die von anderen Tieren, insbesondere Nagern, übernommen wurden. Gelegentlich bessert er sie selbst aus oder erweitert sie. Der Riesengürtelschweif lebt hauptsächlich am Boden, man sieht ihn aber häufig auch an erhöhter Position ruhen. Während der kalten Wintermonate halten die Echsen eine mehrmonatige Winterruhe.

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über die trockenen und steinigen Hochlandsteppen Südafrikas. Auch in steinigen Flussbetten und anderen felsigen Habitaten sind sie regelmäßig anzutreffen. In ihrem Lebensraum herrschen lokal bis 35 Grad Celsius. Man sieht die Echsen häufig auf Steinen oder anderen Erhebungen beim Sonnenbaden. Dabei verharren sie mit hochgestelltem Kopf oft stundenlang völlig regungslos.

Ernährung

Der Riesengürtelschweif ist bei seiner Nahrung nicht wählerisch. Es wird alles gefressen, was überwältigt werden kann. Dazu gehören Insekten und Gliederfüßer jeder Art sowie kleine Wirbeltiere. Eher selten nehmen sie auch pflanzliche Kost zu sich.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht der Riesengürtelschweif mit etwa drei Jahren. Die Paarungszeit beginnt alle zwei Jahre nach der Winterruhe im Frühjahr. Riesengürtelschweife gehören zu den lebendgebährenden Echsen und bringen nach einer Tragezeit von 120 bis 130 Tagen im Sommer meist zwei Jungtiere zur Welt. Sie haben eine Geburtslänge von 12 cm. Riesengürtelschweife können ein Alter von zwanzig Jahren erreichen.

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