Riffgarnele

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Riffgarnele

Systematik
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Familie: Tanzgarnelen (Rhynchocinetidae)
Gattung: Rhynchocinetes
Art: Riffgarnele
Wissenschaftlicher Name
Rhynchocinetes rugulosus
Stimpson, 1860

Die Riffgarnele (Rhynchocinetes rugulosus), auch unter den Synonymen Hippolyte serratus und Rhynchocinetes serratus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Tanzgarnelen (Rhynchocinetidae) zur Gattung Rhynchocinetes. Im Englischen wird die Riffgarnele spotted hinge-beaked shrimp genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Riffgarnele erreicht eine Körperlänge von etwa 28,0 bis 30,0 Millimeter. Das äußerst bewegliche Rostrum (Rüssel, Schnauze) ist in der distalen Hälfte rot gefärbt, jedoch ist die Spitze von einer weißlichen Tönung. Der Panzer ist gefleckt und mit vielen roten subrectangularen oder elliptischen Flecken besetzt, die hinten etwas größer erscheinen. Ventral sind die Flecken ziemlich blass oder fehlen ganz. Am Bauch gibt es mehrere vertikale, unregelmäßige Flecken auf jedem Segment (Somit). Ferner zeigen sich zwei vertikale Linien von unregelmäßiger Form und präsentieren sich auf dem zweiten Segment. Auf der dorsolateralen Oberfläche des dritten Segmentes zeigt sich ein großer runder prominenter Fleck. Auf den letzten drei Segmenten sind ein oder zwei ziemlich breite Binden dergleichen Farbe vorhanden. Das sechste Segment hat proximal einen roten Fleck. Ferner zeigen sich noch oberhalb und seitlich rote und weiße Längsbinden. Das Telson ist rot gefärbt, mit Ausnahme eines kleinen proximalen Bereiches in der Mitte. Die antennalen Flagellen weisen eine hellrote Färbung auf. Das Männchen verfügt über größere Greifwerkzeuge gegenüber dem Weibchen.

Lebensweise

Riffgarnele
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Riffgarnele

Die Riffgarnele ist nachtaktiv und lebt in geselligen Gruppen. Tagsüber halten sie sich in Felsspalten, Höhlen oder ähnlichen Unterschlüpfen auf. Die Riffgarnele trifft man häufig in Verbindung mit Echiniden an. Sie hält sich zwischen den Riffen von Port Jackson, New South Wales, Australien auf, jedoch ist sie dort eher selten anzutreffen. Ferner ist sie von Indonesien und Japan bis nach Hawaii verbreitet.

Verbreitung

Die Riffgarnele findet man eher selten in Süd-australischen Gewässern, gelegentlich ist die Riffgarnele aber auch in Felsspalten und unter Steinen sowie zwischen den Riffen anzutreffen. Ferner hält sich die Riffgarnele zwischen lebenden Korallen und auch unter den Platten, die aus toten Korallen bestehen, auf.

Ernährung

Die Riffgarnele ist ein Allesfresser und ernährt sich sowohl von Plankton, Algen, kleinem Meeresgetier als auch Aas.

Fortpflanzung

Die Riffgarnele produziert im Körperinnern einige hundert bis über eintausend Eier, die nach der Befruchtung in Bauchtaschen verlagert werden. Mit Pumpbewegungen führt das Weibchen den Eiern permanent sauerstoffreiches Wasser zu. Nach etwa 30 bis 35 Tagen werden die Eier ausgestoßen und die Larven schlüpfen kurz darauf. Die Länge der Larven beträgt kaum mehr als einen oder zwei Millimeter. Die Larven ernähren sich von Microorganismen. Bis zur fertigen Riffgarnele durchlaufen sie neun Entwicklungsstadien. Die Riffgarnele erreicht ein Alter von bis zu zwei Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Horst Füller...: "Wirbellose Tiere, Band 2". Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin. Auflage: 1 (1994) ISBN 3-332-00502-2
  • Prof. Dr. Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Prof. Dr. Bernhard Grzimek, Prof. Dr. Otto Koehler, Prof. Dr. Otto Kraus, Prof. Dr. Bernhard Rensch, Prof. Dr. Peter Rietschel und Prof. Dr. Erich Thenius: Grzimeks Tierleben. Niedere Tiere. Erster Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
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