Ringelschwanzmungo

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Ringelschwanzmungo

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Mangusten (Herpestidae)
Unterfamilie: Madagaskar-Mungos (Galidiinae)
Gattung: Galidia
Art: Ringelschwanzmungo
Wissenschaftlicher Name
Galidia elegans
Geoffroy Saint-Hilaire, 1837

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Ringelschwanzmungo (Galidia elegans) zählt innerhalb der Familie der Mangusten (Herpestidae) zur Gattung Galidia. Im Englischen wird der Ringelschwanzmungo malagasy ring-tailed mongoose oder ring-tailed mongoose genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Ringelschwanzmungo ist relativ klein und erreicht eine Körperlänge von etwa 32,0 bis 38,0 Zentimeter. Das Gewicht beträgt 700,0 bis 900,0 Gramm. Das Tier weist einen langen, dünnen Körper, einen runden Kopf, eine spitze Schnauze und kleine, runde Ohren auf. Ferner hat der Ringelschwanzmungo kurze Beine und Krallen. Trotz der kurzen Extremitäten ist er ein gewandter und schneller Läufer. Er klettert sehr gut und weist auch gute Schwimmeigenschaften auf. Zwischen den Zehen sind andeutungsweise kleine Schwimmhäute zu erkennen. Die Unterseite der Füße ist behaart. Das Fell weist eine tiefes Rotbraun über Kopf und Körper auf. Die Füsse sind von einer schwarzen Färbung. Wie der Name schon andeutet, ist der lange, buschige Waschbären-Schwanz mit schwarzen und roten Ringen gezeichnet (Garbutt 1999 ; Nowak, 1997).

Lebensweise

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Ringelschwanzmungo

Ringelschwanzmungos sind territoriale Tiere, die ein Revier in einer Größe von einigen Quadratkilometern bewohnen. Markante Stellen im Revier werden mittels Drüsen im Kopf- und Schwanzbereich mit einem Sekret markiert. Die Tiere sind tagaktiv, die sich in der Nacht in Baumhöhlen oder Erdbauten zurückziehen. Während der Regenzeit leben sie nachts meist in Baumhöhlen. Im Winter leben sie überwiegend in Erdbauten. Hier bringen sie auch ihren Nachwuchs zur Welt. Ringelschwanzmungos leben in kleinen Gruppen, die aus mehreren Männchen und Weibchen sowie deren Nachwuchs bestehen. Im Winter kann es vorkommen, dass sie auch einzelgängerisch leben.

Unterarten

  • Galidia elegans elegans - I. Geoffroy Saint-Hilaire, 1837
  • Galidia elegans dambrensis - Tate & Rand, 1941
  • Galidia elegans occidentalis - Albignac, 1971

Verbreitung

Ringelschwanzmungos stammen aus Madagaskar, eine Insel vor der Südostküste Afrikas. Sie bewohnen die nördlichen, östlichen und mittleren westlichen Gebiete der Insel (Garbutt 1999). Sie halten sich in den feuchten Waldgebieten von Madagaskar auf und die Fläche beträgt etwa 650.878 Hektar. Der Waldtyp ist subtropisch bis tropischer Trockenwald (Garbutt 1999 ; Nowak, 1997).

Ernährung

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Ringelschwanzmungo

Ringelschwanzmungos ernähren sich als Fleischfresser hauptsächlich von Insekten und anderen wirbellosen Tieren. Gelegentlich werden auch Eier oder kleinere Säugetiere und Reptilien erbeutet.

Fortpflanzung

Ringelschwanzmungos erreichen die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Pärchen leben in monogamer Einehe und pflanzen sich meist zwischen den Monaten Dezember und März fort. Nach einer Tragezeit von 95 und 105 Tagen bringt das Weibchen an geschützter Stelle meist ein Jungtier zur Welt, das ein durchschnittliches Gewicht von 50 Gramm aufweist. Die Entwöhnung beginnt meist mit dem zweiten Lebensmonat. Um die Aufzucht der Jungtiere kümmern sich im allgemeinen beide Elternteile. Die Selbständigkeit erreichen die Jungtiere mit rund zwei Jahren.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

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Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Ringelschwanzmungo heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Ringelschwanzmungo selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Familie der Mangusten (Herpestidae)

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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