Ritteranolis

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Ritteranolis

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Leguanartige (Iguania)
Familie: Polychrotidae
Gattung: Anolis
Art: Ritteranolis
Wissenschaftlicher Name
Anolis equestris
Merrem, 1820

Der Ritteranolis (Anolis equestris) zählt innerhalb der Familie Polychrotidae zur Gattung Anolis. Der wissentschaftliche Name equestris bedeutet übrigens "Ritter". Es sind insgesamt elf Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Ritteranolis erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 55 cm, wobei die Kopf-Rumpf-Länge bei knapp unter 20 cm liegt. Weibchen bleiben etwas kleiner als Männchen. Die Grundfärbung ist ein sattes Grün. Es kann hier und da leicht bräunlich bis türkisfarben schimmern. Der Hinterkopf sowie einige Stellen am Oberkiefer sind gelblich gefärbt. Über die Schultern verläuft ein gelbes Band, das teilweise dunkelgrün abgesetzt ist. Der leicht dreieckige Kopf wirkt massig und ist leicht abgeflacht. Auf dem Hinterkopf sind sehr gut Knochenplatten zu sehen. Beim Weibchen ist der Kopf etwas kleiner.

Die Beschuppung fällt sowohl auf dem Kopf als auf dem Körper recht grob aus. Insgesamt lassen sich die Männchen vom Weibchen sehr gut anhand des kräftigeren Körperbaus, der dickeren Schwanzwurzel und einer abweichenden Färbung des Kehlsackes unterscheiden. Der Kehlsack ist beim Männchen etwas größer und ist leicht rosa gefärbt, beim Weibchen geht die Färbung mehr ins Weiße über. Der sehr lange Schwanz, der gut zwei Drittel der Gesamtlänge ausmacht, ist spitz zulaufend und nur wenig gebändert. Die Extremitäten sind relativ lang und enden in kräftigen Krallen. Mit diesen Krallen ist er ein geschickter Kletterer. Der Ritteranolis ist noch nicht in seiner Art bedroht und unterliegt keinem Schutzstatus.

Unterarten

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über Kuba. In Florida sind sie eingeschleppt worden und mittlerweile häufig anzutreffen. Sie bewohnen bevorzugt subtropische Habitate wie Savannen. Aber auch in Parks und ähnlichen Landschaften fühlen sie sich zu Hause. Der Ritteranolis lebt überwiegend in den Kronen von Laubbäumen und Palmen. Nur selten sieht man die Tiere auf dem Boden.

Ernährung

Der Ritteranolis ernährt sich hauptsächlich von Insekten, kleinen Amphibien und Reptilien sowie die Brut von Vögeln. Dabei schleicht er sich bis auf kurze Distanz an sein Opfer heran, um dann sehr schnell zuzuschlagen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit knapp zwei Jahren erreicht. Die Paarungszeit erstreckt sich über den Sommer. Nach einer Trächtigkeit von gut drei Wochen vergräbt das Weibchen jeweils ein Ei in lockeren Bodengrund. Auf diese Art legt das Weibchen durchschnittlich zehn bis zwölf Eier. Die Eier haben eine Größe von etwa 25 mal 20 mm. In Abhängigkeit der Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungtiere nach etwa 60 bis 90 Tagen. Sie haben eine Schlupflänge von gut 14 cm, wobei die reine Körperlänge lediglich fünf cm beträgt. Nach dem Schlupf sind die Jungtiere auf sich alleine gestellt. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. Es kann auch zu Kannibalismus kommen, da erwachsene Tiere ihren Nachwuchs schon mal als Beute ansehen. Der Ritteranolis kann ein Alter von bis zu 16 Jahren erreichen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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