Rote Wollbeutelratte

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Rote Wollbeutelratte

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beutelsäuger (Metatheria)
Ordnung: Beutelrattenartige (Didelphimorphia)
Familie: Beutelratten (Didelphidae)
Gattung: Wollbeutelratten (Caluromys)
Art: Rote Wollbeutelratte
Wissenschaftlicher Name
Caluromys lanatus
Olfers, 1818

Verbreitungsgebiet
Least Concern (LC)

Die Rote Wollbeutelratte (Caluromys lanatus) zählt innerhalb der Familie der Beutelratten (Didelphidae) zur Gattung der Wollbeutelratten (Caluromys).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Rote Wollbeutelratte erreicht eine Körperlänge von 18 bis 28 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 27 bis 45 Zentimeter sowie ein Gewicht von bis zu 500 Gramm. Weibchen bleiben ein wenig kleiner und leichter als Männchen. Das ausgesprochen wollige Fell kann graubraun bis bräunlich gefärbt sein. Ventral ist das Fell fast weißlich gefärbt. Im Kopfbereich zeigen sich zwischen den Ohren und den Augen dunkel gefärbte Streifen, die teilweise bis zur Nase reichen können. Extremitäten und Schwanz sind kräftig ausgeprägt und sind sehr gut zum Klettern geeignet. Rote Wollbeutelratten leben zumeist einzelgängerisch, nur selten in kleinen Familiengruppen. Sie leben überwiegend auf den Bäumen, wo sie in selbstgebauten Nestern auch schlafen. Die Tiere zeigen nur ein geringes Revierverhalten. Rote Wollbeutelratte sind überwiegend nachtaktiv, können aber auch in der Dämmerung aktiv sein. Der Seh- und Geruchssinn sind sehr gut entwickelt.

Unterarten

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Roten Wollbeutelratte erstreckt sich in Südamerika insbesondere über Argentinien, Bolivien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Peru und Brasilien. Die Tiere leben zumeist in tropischen und subtropischen Regenwäldern und offenem Gelände mit Baum- und Strauchvegetation. Sie leben hauptsächlich in den Bäumen, wo sie auch ihre Nester anlegen. Auf den Erdboden kommen sie nur selten.

Ernährung

Die Rote Wollbeutelratte ernährt sich von Insekten wie Heuschrecken, Grillen, Schaben und ähnlichen Insekten. Auch Spinnentiere, Sämereien, Früchte, Blätter und Nektar werden bei Gelegenheit gerne gefressen. Gelegentlich wird auch Aas nicht verschmäht. Die Rote Wollbeutelratte geht in der Dämmerung und nachts auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Rote Wollbeutelratten erreichen die Geschlechtsreife mit etwa sechs Monaten. Die Paarungszeit ist in den tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten an keine feste Jahreszeit gebunden, jedoch fallen die meisten Geburten in die Trockenzeit. Die Tiere leben polygam, das heißt die Tiere leben in keiner festen Paarbindung und ein Männchen paart sich mit mehreren Weibchen. Während der Paarungszeit kann es zwischen konkurrierenden Männchen zu heftigen Kämpfen um die Weibchen kommen. Nach einer Tragezeit von etwa 25 Tagen bringt das Weibchen zwischen drei und vier Jungtiere zur Welt. Die Jungen sind nur sehr wenig entwickelt und kriechen unmittelbar nach der Geburt in den Beutel der Mutter. Hier saugen sie sich an einer Zitze fest. Nach drei Monaten trauen sich die Jungtiere das erste Mal aus dem Beutel und lassen sich auf dem Rücken der Mutter tragen. Mit vier Monaten werden die Jungtiere entwöhnt. Um die Aufzucht der Jungen kümmert sich nur das Weibchen. Über die Lebenserwartung liegen keine Informationen vor, sie dürfte aufgrund der vielen Fressfeinde aber kaum drei bis fünf Jahre übersteigen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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