Rothalsgans

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Rothalsgans
Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Meergänse (Branta)
Art: Rothalsgans
Wissenschaftlicher Name
Branta ruficolis
Pallas, 1769

Die Rothalsgans (Branta ruficolis) gehört innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Meergänse (Branta).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Mit 55 cm Länge und einem Gewicht von bis zu 1,5 Kg gehört die Rothalsgans zu den kleinsten Meergänsen. Das Gefieder ist überwiegend schwarz gefärbt. Die Unterseite ist weiß. Hals und Brust sind charakteristisch rotbraun gefärbt. Zwischen den einzelnen Farben zeichnen sich deutlich weiße Konturlinien ab. Der Hals ist insgesamt recht kurz und massig. Der Schnabel ist kurz und weist eine dunkelgraue bis schwarze Färbung auf. Die Geschlechter unterscheiden sich im Aussehen nicht. Die Vögel sind im Washingtoner Artenschutzabkommen als bedrohte Art geführt. Dei Lebenserwartung liegt bei rund 30 Jahren.

Verbreitung

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom nördlichen Europa bis nach Sibirien. Sie bevorzugen offenes Süss- oder Brackwasser. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Südosteuropa, dem nahen Osten und Zentralasien.

Nahrung

Die Vögel ernähren sich hauptsächlich von Graspflanzen und hier und da einigen Sämerein. Die Jungtiere fressen zudem auch kleine Insekten.

Fortpflanzung

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Rothalsgans

Die Geschlechtsreife erreicht die Rothalsgans mit rund 2 Jahren. Sie leben in Dauereinehe. Tiere, die gerade die Geschlechtsreife erreicht haben, verpaaren sich noch im Winterquartier. Die Brutzeit beginnt im Juni. Das Weibchen baut auf felsigen Untergrund ein Nest, das aus einer gepolsterten Mulde besteht. Der Innenraum des Nestes wird mit Federn und Dunen ausgekleidet. Die 4 bis 5 hellgrünen Eier werden über einen Zeitraum von 27 bis 30 Tagen vom Weibchen ausgebrütet. Der Ganter wacht in dieser Zeit über Gelege und Weibchen. Die frisch geschlüpften Junggänse haben ein Gewicht von 70 bis 100 Gramm und folgen kurz nach dem Schlupf den Eltern. Die Jungtiere sind mit 40 Tagen flügge.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X
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