Rotköpfiger Dammläufer

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Rotköpfiger Dammläufer
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Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Adephaga
Familie: Laufkäfer (Carabidae)
Unterfamilie: Nebriinae
Gattung: Dammläufer (Nebria)
Art: Rotköpfiger Dammläufer
Wissenschaftlicher Name
Nebria picicornis
Fabricius, 1792

Der Rotköpfige Dammläufer (Nebria picicornis) zählt innerhalb der Familie der Laufkäfer (Carabidae) zur Gattung der Dammläufer (Nebria).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rotköpfige Dammläufer erreicht eine Körperlänge von bis zu fünfzehn Millimeter. Sein Körper weist eine langgestreckte Form auf. Die Flügeldecken mit der fein punktiert strikturierten Oberfläche und der überwiegende Teil seines Körper sind schwarz, wobei die Flügeldecken bei Lichteinfall leicht metallisch schimmern. Namensgebend war für den Rotköpfigen Dammläufer zum einen sein rot gefärbter Kopf, zum anderen sein bevorzugter Lebensraum, wassernahe Biotope. Seine sechs Beine weisen eine rötliche Färbung auf. Die feingliedrigen Fühler sind dunkelgrau bis scharz. Er führt eine überwiegend nachtaktive Lebensweise.

Verbreitung

Die Hauptverbreitungsgebiete erstrecken sich über das südliche Europa und Vorderasien. Stellenweise ist er auch in gemäßigten Gebieten in Mitteleuropa wie das südliche Deutschland anzutreffen. Man trifft in in weitläufigen Auen, an Flußläufen oder anderen wasserreichen Biotopen an.

Nahrung

Der Rotköpfige Dammläufer lebt räuberisch von anderen Insekten und deren Larven. Er geht in Auen, Feuchtwiesen oder an Gewässerrändern auf die Jagd.

Fortpflanzung

Die Paarunsgzeit der Rotköpfigen Dammläufer erstreckt sich in den mediterranen Verbreitungsgebieten über den Herbst. So wie alle Käfer durchläuft auch der Rotköpfige Dammläufer mehrere Entwicklungsstufen.

Die Larve des Rotköpfigen Dammläufer lebt am Ufer fliessender Gewässer, und zwar, sowohl im Wasser als auch ausserhalb des Wassers. Die Larve lauert im Wasser unter Steinen sitzend ihre Beute auf. Ausserhalb des Wassers hingegen findet man sie unter Steinen auf feuchtem Flusssand verweilen. Die Larve des Käfers lebt räuberisch und geht nur nachts auf Jagd.

Der Körper der Larve ist schlank und flachgedrückt. Er verschmälert sich nach vorn und hinten, so daß das dritte und vierte Hinterleibssegment am breitesten erscheint. Er besteht ausser dem Kopf aus 12 Leibesringen, und zwar aus drei Brust- und neun Hinterleibssegmenten. Mit Ausnahme des zwölften und kleinsten ist jeder dieser Leibesringe oben mit einer leder- bzw. hornartigen Platte bedeckt. Die Farbe des Körpers ist ein blasses Braungelb. Die Oberseite der einzelnen Segmente sind gelbbraun und mit dunkelbraunen Flecken an den Rändern versehen.

Der Kopf der Larve ist frei, ebenso breit als lang, flachgedrückt, fast quadratisch mit abgerundeten Ecken und einem halsartig verschmälerten hinteren Fortsatz, der unter das erste Brustsegment zurückgezogen werden kann. Die Farbe des Kopfes ist bräunlich gelb. Die Seitenränder sind mit feinen rötlichen Härchen versehen, ansonsten ist der Kopf kahl und glänzend.

Die Augen, welche am Seitenrand des Kopfes, gleich hinter den Fühlern angebracht sind, weisen eine schwarze Färbung auf und glänzen ebenfalls. Jedes dieser Augen besteht aus sechs kleineren halbkugeligen Punktaugen, welche in zwei transversalen, aus je drei Punktaugen bestehenden Reihen angeordnet sind.

Die Beine sind lang, blassgelb und besonders gegen die Spitze mit kurzen, braunen Härchen und mit Dornen besetzt. Die Larve hat neun Stigmenpaare, wovon sich eines am Thorax und acht am Hinterleib befinden.

Die Verwandlung von der Larve zum Käfer findet im Frühjahr April/Mai statt. In der ersten Hälfte des Monats findet die Verpuppung statt, in dem sie sich im feuchten Sand vergräbt. Die Nymphe verbringt ungefähr fünf Wochen in der Erde. Der Käfer streift noch in der Erde die Nymphenhaut ab und begibt sich an die Erdoberfläche. Eine Woche vergeht bis der Käfer ausgefärbt ist und fängt nicht nur lebende Insekten mit grosser Schnelligkeit, sondern verschmäht auch tote Insekten nicht.
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