Rotmaskensittich

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Rotmaskensittich

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Keilschwanzsittiche (Aratinga)
Art: Rotmaskensittich
Wissenschaftlicher Name
Aratinga mitrata
(Tschudi, 1844)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Rotmaskensittich (Aratinga mitrata), auch unter dem Synonym Conurus mitratus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) zur Gattung der Keilschwanzsittiche (Aratinga). Im Englischen wird der Rotmaskensittich mitred parakeet genannt. Dieses Taxon wurde in drei Spezies gesplittet: Aratinga mitrata, Aratinga hockingi und Aratinga alticola.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Rotmaskensittich erreicht eine durchschnittliche Größe von 38,0 Zentimeter. Die Art ist ausgesprochen kräftig gebaut. Die Geschlechter weisen keinen Geschlechtsdismorphismus auf. Das Gefieder ist überwiegend grünlich gefärbt. Im Bereich der Brust und des Bauches ist das Gefieder geringfügig heller. Namensgebend sind die roten Gefiederbereiche im Bereich der Augen, des Scheitels und der Wangen. Der Bereich um die Augen ist unbefiedert und grau gefärbt. Im Rücken- und Flügelgefieder zeigen sich einzelne rote Federn. Die Unterseite des Schwanzes weist einen leicht gelblichen Ton aus. Die Unterseiten der Flügeldecken sind dunkelgrün mit leicht olivfarbener Prägung. Der Schnabel ist bis auf die schwarze Spitze elfenbeinfarben. Die Iris der Augen ist gelblich, die Beine weisen eine braune Färbung auf.

Lebensweise

Der Rotmaskensittich lebt sehr gesellig und lebt entweder paarweise oder in Gruppen von bis zu 15 Vögeln.

Unterarten

Verbreitung

Der Rotmaskensittich ist im südlichen Südamerika verbreitet. Er ist insbesondere im nördlichen Argentinien sowie in Bolivien und in Peru verbreitet. Offene und halboffene Baum- und Strauchsteppen sind seine natürlichen Lebensräume. In der Nähe menschlicher Siedlungen ist er auch auf Agrarflächen anzutreffen. In Höhenlagen ist er im Hügelland in Höhen von bis über 2.000 Metern zu Hause.

Ernährung

Neben Früchten fressen Rotmaskensittiche auch Beeren und Sämereien. Selbst sehr harte Nüsse stellen für sie keine Probleme dar. Um die Versorgung mit Mineralien sicher zu stellen, fressen sie auch oft Erde aus mineralhaltigen Lehmwänden. Es wurde auch wissenschaftlich belegt, daß sie so auch giftige Bestandteile ihrer Nahrung neutralisieren.

Fortpflanzung

Der Rotmaskensittich erreicht die Geschlechtsreife mit rund einem bis zwei Jahren. Die Brutzeit erstreckt sich vom November bis Januar oder Februar. Während der Brutzeit leben die Vögel paarweise. Ihr Nest errichten sie für gewöhnlich in einer Baumhöhle oder ähnlichen Orten. Das Weibchen legt zwischen zwei und drei Eier, die über einen Zeitraum von gut 24 bis 25 Tagen ausgebrütet werden. Die Eier werden im Abstand von ein bis zwei Tagen gelegt. Um die Fütterung kümmern sich beide Elternteile gleichermaßen. Nach einer Nestlingszeit von 50 bis 55 Tagen verlassen die voll befiederten Jungvögel das Nest. Sie werden aber noch weitere drei bis vier Wochen von den Eltern versorgt bis sie ihre Selbständigkeit erlangt haben. Die Lebenserwartung liegt bei 30 Jahren.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Rotmaskensittich heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Der Rotmaskensittich ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Rotmaskensittich selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Rotmaskensittich als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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