Säbelantilope

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Säbelantilope

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Pferdeböcke (Hippotraginae)
Gattung: Oryxantilopen (Oryx)
Art: Säbelantilope
Wissenschaftlicher Name
Oryx dammah
Cretzschmar, 1827

IUCN-Status
Extinct in the Wild (EX) - IUCN

Die Säbelantilope (Oryx dammah) zählt innerhalb der Familie der Rinderartigen (Bovidae) zur Gattung der Oryxantilopen (Oryx).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Säbelantilope erreicht eine Körperlänge von bis zu 170 cm, eine Schwanzlänge von etwa 80 cm, eine Schulterhöhe von gut 120 cm sowie ein Gewicht von 100 bis 190 Kg. Weibchen bleiben etwas kleiner und schmächtiger als Männchen. Beide Geschlechter verfügen über etwa gleichlange Hörner, die leicht nach hinten gebogen sind und eine Länge von bis zu 120 cm erreichen können. Alle anderen Oryx-Arten verfügen über gerade Hörner. Säbeläntilopen setzen ihre Hörner nicht nur während der Paarungszeit bei den Rivalenkämpfen ein sondern nutzen ihre Hörner auch als Verteidigungswaffe gegenüber Fressfeinden ein.

Das Fell ist überwiegend weißlich, der Hals und Teile des Vorderkörpers sind rostbraun gefärbt. An den Hinterschenkeln zeichnet sich eine hellbraune Färbung ab. Während der heißen Tageszeit, bei denen es gut und gerne zu Temperaturen von 40 bis 45 Grad kommen kann, ruhen die Säbelantilopen. Aktiv werden sie erst mit Einsetzen der Dämmerung. Dies ist eine Anpassung an den heißen Lebensraum. Sie leben gesellig in Herden von bis zu 50 Tieren. Eine Herde wird von einem dominanten Bock angeführt.

Gefährdung, Schutz

Vor allem durch die unkontrollierte Jagd und Wilderei wurden die Säbelantilopen fast vollständig ausgerottet. Seit 1998 wurde in fast allen ursprünglichen Verbreitungsgebieten keine Tiere mehr gesichtet. In der Roten Liste des IUCN wird die Art mittlerweile als ausgerottet geführt. Heute leben Säbelantilopen fast ausschließlich in Zoos, Wildparks und Nationalparks. In Tunesien wurde 1986 eine kleine Herde ausgewildert. Die Herde soll heute über 80 Tiere umfassen und wird streng geschützt. Auch in Israel lebt eine kleine Herde mit halbwilden Säbelantilopen.

Verbreitung

Die Tiere leben in der Wüste, Halbwüsten und Trockensteppen, wo sie sich von karger Nahrung ernähren. Die Säbelantilope ist sehr selten geworden. In Freiheit findet man nur noch wenige Exemplare im Niger und im Tschad. In Algerien, Burkina Faso, Ägypten, Libyen, Mali, Mauritanien, Marokko, Nigeria, Senegal, Sudan und Tunesien wurden sie von den Menschen ausgerottet. Die letzten freilebenden Populationen stehen kurz vor dem Aussterben.

Nahrung

Säbelantilopen ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Wurzeln und Früchten. Auf Nahrungssuche gehen die Antilopen erst nach Einbruch der Dunkelheit. Bei Knappheit an Nahrung unternehmen sie in zum Teil großen Herden große Wanderungen. Sie können auch ohne Wasser mehrere Wochen überleben.

Fortpflanzung

Die Säbelantilope erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Männchen kommen meist erst nach rund fünf, oft erst nach sechs Jahren zur ersten Paarung, da sie erst ab diesem Zeitpunkt für die Kämpfe um die Weibchen kräftig genug sind. Die Paarungszeit erstreckt sich über das ganze Jahr. Die meisten Jungtiere kommen allerdings während der Regenzeit zur Welt. Das Weibchen bringt nach 240 bis 255 Tagen ein Jungtier zur Welt. Es weist ein Geburtsgewicht von zehn bis fünfzehn Kg auf. Bereits kurz nach der Geburt können die Jungtiere der Mutter folgen. Säbelantilopen können ein Alter von gut 20 Jahren erreichen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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