Säbelschnäbler

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Säbelschnäbler

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Unterordnung: Schreitvögel (Clamatores)
Familie: Säbelschnäbler (Recurvirostridae)
Gattung: Eigentliche Säbelschnäbler (Recurvirostra)
Art: Säbelschnäbler
Wissenschaftlicher Name
Recurvirostra avosetta
(Linnaeus, 1758)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) zählt innerhalb der Familie der Säbelschnäbler (Recurvirostridae) zur Gattung Eigentliche Säbelschnäbler (Recurvirostra). In Englischen wird der Säbelschnäbler black-capped avocet, eurasian avocet, avocet oder pied avocet genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Säbelschnäbler erreicht eine Länge von 43-48 cm und ein Gewicht von bis zu 400 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt 70-73 cm. Der Oberkopf sowie der Nacken sind schwarz, das Gefieder ist weiss mit schwarzen Markierungen. Der Schnabel ist säbelförmig nach oben gebogen und ermöglicht eine optimale Durchsuhung des Schlicks, in dem er seine Nahrung sucht. Seine mittellangen Beine sind grau. Weibchen und Männchen sind nicht zu unterscheiden.

Verbreitung

Er findet seine Verbreitung in Mitteleuropa und bewohnt die flachen Küstenstreifen und Wattmeere. Zwischen September (Jungtiere) und November (Alttiere nach der Mauser) ziehen die Säbelschnäbler als Zugvögel nach Afrika oder Südeuropa und kehren zwischen Ende März und Anfang April wieder in ihre Brutgebiete zurück.

Ernährung

Der Säbelschnäbler ernährt sich von Fischen, Krebstieren und Weichtieren, die mit dem Schnabel im Schlick aufgestöbert werden.

Fortpflanzung

Er brütet in Kolonien. Die Brutzeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Nester werden in wassernahen Erdmulden errichtet und mit Gräsern und anderen Pflanzenteilen ausgelegt. Das Gelege umfasst 3-5 Eier.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Säbelschnäbler heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Säbelschnäbler selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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